2015-12-31 Nordhäuser Silvesterlauf

Der wirklich letzte Lauf des Jahres findet traditionell am Silvestermorgen statt. So auch in Nordhausen. Gut organisiert vom LV Altstadt auf auf einer topografisch sehr anspruchsvollen Strecke im Norden der Stadt. Insgesamt 137 Läufer gingen auf den 3 verschiedenen Strecken an den Start. Viele unserer Athleten nutzen dieses Angebot und zeigten einmal mehr ihre Leistungstärke und Durchhaltewillen.

Auf dem Pokallauf über 7,2km duellierten sich Peter Seidel und Markus Liebelt im direkten Vergleich, am Ende mit dem besseren Ausgang für Peter. Beide erreichten Platz drei und vier in der Gesamtwertung. Dahinter Dennis Morgenstern auf Platz 9 (Platz 3 AK), Tilman Kühne auf Platz 23 (Platz 1 AK) und Rene Liesegang (Platz 7 AK) auf Platz 26.

Beim Hobbylauf (3,9km) traten Leon Kupfer, Thilo Kühne und Kathrin Liebelt gegen die Konkurrenz an. Leon finishte auf Gesamtplatz 13 (Platz 2 AK) liegend. Thilo und Kathrin erreichten nach einem tollen Lauf Siege in Ihrer Altersklasse.

Die kürzeste Strecke über 2,3km absolvierten unsere Vereins“neulinge“ Lena Gulden, Carla Höpker und Georg Höpker. Sie sammelten so erste Wettkampferfahrung für unseren Verein und freuten sich über ihre gezeigten Leistungen. Carla erkämpfte Platz 2, Lena Platz 3 und Georg Platz 4 in ihrer jeweiligen Altersklasse. Herzlichen Glückwunsch an alle Athleten.

Mario Vollack

Silvesterlauf Nordhausen 2015
Kurz vor dem Start beim Silvesterlauf 2015 in Nordhausen
2015-11-29 Adventscross Nordhausen

Leon Kupfer und Tilman Kühne stellten sich einer völlig neuen Herausforderung. Im Nordhäuser Gehege stand Radfahren der besonderen Art für Triathleten an. Im Hobbyrennen über 7 Runden schlugen sich beide über völlig aufgeweichte Passagen und Anstiege, welche selbst zu Fuß kaum zu bewältigen waren. Für beide eine neue Erfahrung und die Plazierungen waren am Ende eher nebensächlich. Beide hatte trotz der Anstrengungen ihren Spaß.

Adventscross Nordhausen 2015
2015-10-18 Magdeburg-Marathon und Wolfgangseelauf

Starke Leistung für Dennis Morgenstern beim Magdeburg-Marathon. In neuer persönlicher Bestzeit von 3:02:21 h durchquerte er die Ziellinie als Gesamtvierzehnter und Platz vier in der Altersklasse.

Beim traditionellen Wolfgangseelauf in Östereich ging Markus Liebelt über die 27km an den Start. Für diese Strecke hatten sich über 2000 Sportler gemeldet. Nach überragenden 01:54:46 h erreichte er als 39. das Ziel.

Dennis Morgenstern und Markus Liebelt
2015-10-17 Erfolgreicher Stadtparklauf in Sondershausen

Trotz regnerischem Wetters gingen 251 Läuferinnen und Läufer im Stadtpark Sondershausen an den Start, um ihre Laufrunden zu drehen. Der teils ergiebige Regen schon Tage zuvor weichte die sonst optimalen Wege auf und so wurde die 22. Ausführung des Stadtparklauf auch zu einer Art "Schlammschlacht", welche die Sportler zusätzlich forderten.

Aus unseren Verein ging Thilo Kühne auf die 2,5 km Runde und kämpfte sich in einen starken Feld auf den 2. Platz in der Altersklassenwertung. Über den 3.Platz in seiner Altersklasse konnte sich Leon Kupfer freuen, welcher sich auf der 5km Strecke der Konkurenz stellte.

Vier Runden oder 10km war der "längste Kanten" auf dieser Veranstaltung. Dort musste sich Stephan Knopf nur dem Lokalmatador geschlagen geben und erreichte den 2. Platz in der Gesamtwertung. Tilman Kühne finishte in neuer persönlicher Bestzeit über 10km und erlangte Platz zwei in seiner Altersklasse.

Mario Vollack

Stephan Knopf 22. Stadtparklauf Sonderhausen
Stephan Knopf beim 22. Stadtparklauf Sonderhausen
2015-10-04 Einzelzeitfahren 10km von Urbach nach Buchholz

Beim heutigen Einzelzeitfahren über 10 km von Urbach nach Buchholz gab es starke Ergebnisse unserer Athleten. Katja Konschak und Sören Lontke holten die Titel in der Gesamtwertung.
Altersklassensiege gab es zudem durch Leon Kupfer (AK 15) und Sylvester Mackensen (AK 40) sowie Laetitia (AK 7) und Raphael Konschak (AK4) im Fette-Reifen-Rennen. Weitere Podiumsplatzierungen errangen Ulrich Konschak und Dennis Morgenstern.

Unsere Athleten beim Zeitfahren 2015 von Urbach nach Buchholz
2015-09-20 Stephan Knopf siegt souverän beim 11. Citylauf

Bei seiner elften Austragung konnte der Nordhäuser Citylauf wieder auf steigende Teilnehmerzahlen verweisen. Trotz wechselhaften Wetters begaben sich über 400 Läufer auf die verschiedenen Distanzen. Leichte Verzögerungen zu Beginn ergaben sich aufgrund  der großen Anzahl von Nachmeldungen. Die Veranstalter wollten jedem Sportler die Teilnahme ermöglichen und so schloss das Meldebüro erst nachdem sich auch der letzte registriert hatte.

Für unseren Sportverein gab es am Ende viele Erfolge zu verbuchen.

Stephan Knopf sprintete souverän auf der Strecke über 6,6 km. Letztes Jahr noch auf den zweiten Platz, konnte er seine Vorjahreszeit um 20 Sekunden verbessern und belohnte sich diesmal mit dem ersten Platz. Glückwunsch. Auf der gleichen Distanz überzeugte Tilman Kühne mit seinen 2.Platz in seiner Altersklasse. Ebenso ein sehr ordentliches Ergebnis.

Beim längsten Lauf über 9,9 km gingen Dennis Morgenstern und Daniel Rensing an den Start. Dennis übertrumpfte seine Zeit aus dem Vorjahr um über eine Minute. Dafür der 4. Platz in der Gesamtwertung. Respekt bei der Konkurenz. Ebenso bei Daniel. 27. Platz in der Gesamtwertung von 135 Startern.

Über die 3,3 km Runde erreichte Leon Kupfer auch einen Achtungserfolg. Mit seinen 11. Platz in der Gesamt- und daraus resultierenden 2. Platz in der Altersklassenwertung zeigte er sich sehr zufrieden. Ebenso Mario Vollack, welcher als 23. die Ziellinie überquerte. Immerhin der vierte Platz in der Altersklassenwertung.

Mit Thilo Kühne ging einer unser jüngsten Triathleten an den Start. Er überzeugte auf dem 1,1 km langen Einstiegslauf und spurtete, nur knapp geschlagen, auf den 2. Platz in seiner Altersklassenwertung.

Mario Vollack

Stephan Knopf beim 11.Citylauf Nordhausen
Stephan Knopf beim 11.Citylauf in Nordhausen
2015-09-13 Katja Konschak Dritte beim Ironman Wales
Die Nordhäuser Profi-Triathletin Katja Konschak (ORTHIM Triathlon Team) wiederholte ihren Erfolg aus 2013 und erreichte beim diesjährigen Ironman Wales als Dritte erneut das Podium. Über die Langdistanz von 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen musste sich die 37-Jährige nur Tineke van den Berg (Niederlande) und Anja Beranek (Nürnberg/Deutschland) geschlagen geben. Auf dem Weg zum Spitzenergebnis profitierte sie erneut von ihrer Stärke im Wasser und trotzte auf dem ersten Teilstück dem teils kräftigen Wellengang. So stieg sie bereits als Dritte aufs Rad. Auch in ihrer "Wackeldisziplin" hielt sich Konschak ordentlich und wechselte als Fünfte in Schlagdistanz zu den besten drei Athletinnen in die Laufschuhe. Trotz Bauchmuskelkrämpfen lief die gebürtige Hallenserin die über 42 Kilometer schneller als alle anderen Damen, schüttelte erst die Britin Emma Pooley und auf der letzten der vier Laufrunden Tine Holst (Dänemark) ab. "Aufgrund der Krämpfe zu Beginn habe ich mir den Marathon diesmal anders eingeteilt, sodass ich auf der letzten Runde noch mal zulegen konnte. Mit dem Ergebnis bin ich in Anbetracht der Trainingsausfälle im Sommer sehr glücklich", erklärte die Nordhäuserin im Ziel. Mit dem Podestplatz befindet sich Konschak im Hinblick auf die anvisierte Qualifikation für den Ironman Hawaii 2016 ebenfalls im Soll, muss dafür im kommenden Jahr aber weitere Ironman-Wettbewerbe bestreiten. Konschaks ORTHIM-Teamkollege Peter Seidel, Sieger des ICAN Nordhausen, erwischte keinen optimalen Tag, kämpfte sich trotzdem durch und wurde noch mit einer Top Ten-Platzierung belohnt: "2450 Höhenmeter und die etwas verloren gegangene Form vom ICAN Nordhausen machten sich bemerkbar. Ich bin froh es trotz der Schwierigkeiten ins Ziel gebracht zu haben", so Seidel, der in drei Wochen im spanischen Barcelona noch einen weiteren Ironman plant und auf ein besseres Ergebnis hofft.

Johann Reinhardt

Siegerehrung Damen Ironman Wales 2015
2015-08-16 ICAN Germany Nordhausen 2015

Mit dem ICAN-Sieg erfüllt sich Peter Seidel einen Traum. Suse Werner überrascht im Damenrennen und bezwingt Titelverteidigerin Katja Konschak.

Nachdem er im letzten Jahr als Dritter bereits daran schnupperte, machte er es in diesem Jahr perfekt: Der hiesige Profi-Triathlet Peter Seidel (ORTHIM Triathlon Team) gewann wenige Meter von seiner Haustür entfernt die dritte Auflage des ICAN Nordhausen Germany. Über die Mitteldistanz von 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen entwickelte sich ähnlich wie im Vorjahr ein wahrer Krimi, denn erst auf der letzten der vier selektiven Laufrunden stellte Seidel den über weite Strecken führenden Berliner Florian Seifert (Team Erdinger Alkoholfrei). Das Damenrennen vor dem historischen Nordhäuser Theater entschied die 22-jährige Newcomerin Suse Werner (Triathlon Potsdam) vor Lokalmatadorin Katja Konschak für sich. Nach ihrem Erfolg im Spreewald war es für Werner in dieser Saison bereits der zweite Sieg über die halbe Ironman-Distanz. Erstmals knackten die Organisatoren beim ICAN die 200-Teilnehmer-Marke.

Seifert attackiert auf dem Rad - Seidel bleibt in Schlagdistanz
Schon das Schwimmen im Sundhäuser See versprach zwei spannende Anschlussdisziplinen. Zwar erarbeitete sich der am Ende fünftplatzierte Thomas Schmidt ein etwa einminütiges Polster, doch dahinter stürmten die Topfavoriten Florian Seifert und Peter Seidel Schulter an Schulter in die erste Wechselzone. Auf dem landschaftlich reizvollen Radabschnitt durch die Vorharzlandschaft setzte der kurzfristig nachgemeldete Seifert seine Ankündigung in die Tat um und suchte schon früh die Vorentscheidung. Bereits nach zehn Kilometern übernahm er die Führung von Torsten Schmidt und baute bis zum abschließenden Halbmarathon sein Polster auf die Verfolger auf über drei Minuten aus. Dahinter lauerte vor seiner Spezialdisziplin Peter Seidel gemeinsam Schmidt, der zusammen mit dem Nordhäuser den zweiten Wechsel im Zentrum der Stadt vor der Kreissparkasse erreichte.


Langsam aber sicher: Seidel macht Boden gut
Wie schon im Vorjahr lieferte Seidel auch diesmal die beste Performance der Favoriten über die anspruchsvolle Laufstrecke durch Altstadt und Gehege ab. „Natürlich kenne ich jeden Meter, die Tücken und schwierigen Stellen. Die Anstiege kommen mir auch etwas entgegen“, erklärt der Sieger des ICAN Gandia-Valencia 2014. Nachdem er schon auf den ersten Metern den Wittenberger abschüttelte, näherte er sich langsam aber sicher, gepusht durch die erneut zahlreich an der Strecke anfeuernden Zuschauer, Florian Seifert an. Eine Runde vor dem Ziel hatte Seidel, seit dem Vorjahr hat er mit 8:33 Stunden die Thüringer Langdistanzbestzeit inne, seinen Kontrahenten im Blick, lief während den letzten fünf Kilometern noch wenige Sekunden mit ihm zusammen, bevor er sich endgültig absetzte und das Rennen zu seinen Gunsten entschied.

Bessere Radleistung als Schlüssel zum Erfolg
„Ich war energetisch am Ende, konnte nicht mehr beschleunigen. Dass ich auf der Radstrecke meine Gels verloren habe, hat sich dann beim Laufen gerecht“, erklärt ein entkräfteter Florian Seifert im Ziel. Für Seidel, der für 2016 die Qualifikation für den Ironman Hawaii im Profifeld anstrebt, erfüllte sich mit dem Sieg beim Heimrennen ein lang ersehnter Traum. „Es war wieder Wahnsinn wie ich während des Rennens unterstützt wurde, es war mein großes Ziel hier mal zu gewinnen. Vor allem im Radfahren konnte ich mich diesmal steigern und die gute Form der letzten Wochen aufrechterhalten, sodass ich vor dem Halbmarathon in Schlagdistanz blieb“, bilanziert der 26-Jährige. Rang drei ging an den Kamenzer Sebastian Guhr. Nur eine Woche nach seinem Start bei der Europameisterschaft über die selbe Streckenlänge überzeugte der Jungprofi vor allem auf der Laufstrecke, wo er sich durch die schnellste Zeit noch von Platz fünf aus nach vorne schob. Vierter wurde mit Nicolas Ward Muñoz der Gast auf Großbritannien.

Werner gelingt Vorentscheidung auf dem Rad – Konschaks Aufholjagd kommt zu spät
Das Damenrennen verlief vor allem in der Auftaktdisziplin ähnlich spannenden wie das der Herren. Die frühere Kaderathletin Suse Werner, Vorjahressiegerin Katja Konschak und die langjährige Schwimmerin Franziska Tiex verließen nahezu gemeinsam den Sundhäuser See und begaben sich auf den Weg zu ihren Rädern. Auf der zweiten Teildisziplin setzte sich die erst 22-jährige Werner von ihren Kontrahentinnen ab und wechselte drei Minuten vor Tiex und deren fünf vor Konschak. Kampflos wollte sich die Lokalmatadorin vor heimischer Kulisse aber nicht geschlagen geben, zog schnell an Franziska Tiex vorbei, fightete um jede Sekunde und verkürzte den Abstand zu Werner auf den abschließenden 21 Kilometern noch auf unter zweieinhalb Minuten. „Nachdem ich optimistisch auf die Laufstrecke gegangen bin, lief es dort nicht wirklich wie ich es mir vorher erhofft habe. Nach den krankheitsbedingten Trainingsausfällen im Mai und Juni fehlen mir im Training noch einige Laufkilometer. Leider habe ich zu spät Boden gutgemacht“, erklärt Konschak im Ziel. Mit Zukunftshoffnung Suse Werner hat die zweifache ICAN-Siegerin aber eine würdige Nachfolgerin: „Es war ein tolles Event, bei dem ich im kommenden Jahr gerne meinen Titel verteidigen würde. Die Zuschauer haben mich alle angefeuert, auch nach dem Rennen haben mir viele gratuliert.“ Auf Rang drei lief die Sächsin Romy Stotz noch nach vorne und verdrängt Franziska Tiex auf den vierten Platz.

Riethmüller und Schmöller siegen auf ICAN64-Strecke – Erstmals über 230 Teilnehmer
Den ebenfalls erneut ausgerichteten ICAN64 über die längere Olympische Distanz von einen Kilometer Schwimmen, 53 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen gewannen Anna Riethmüller (Eschweger TSV) und Enrico Schmöller (HSV Weimar Triathlon). Insgesamt fanden allein am Sonntag zum ICAN erstmals über 230 Athletinnen und Athleten den Weg in die Rolandstadt. „Sowohl in der Teilnehmer- und Zuschauerzahl wachsen wir weiter. Wir hatten eine hervorragende Atmosphäre und super Stimmung, Auch das Feedback von den Sportlern war durchweg gut“, zieht Ulrich Konschak ein positives Gesamtfazit. Gleichzeitig sicherte der Organisator eine vierte Auflage zu: „Die Stadt und das Umland stehen absolut hinter dem Wettkampf. Ziel ist es in den kommenden Jahren weiter zu wachsen.“

Johann Reinhardt

 

Sieger 2015 ICAN Germany Nordhausen Peter Seidel und Suse Werner (Fotograf: Christoph Keil)
2015-08-11 ICAN Nordhausen: Stimmen der Pressekonferenz

Auch in diesem Jahr war die Nordhäuser Kreissparkasse Gastgeber der traditionellen Pressekonferenz, die am Dienstag den Startschuss des kommenden Triathlonwochenendes mit dem ICAN Nordhausen Germany am Sonntag einläutete. Die Vorjahressieger Katja Konschak und Markus Liebelt standen genauso wie der Vorjahresdritte Peter Seidel den Journalisten Rede und Antwort. Komplettiert wurde das Podium durch Renndirektor Ulrich Konschak, den technischen Leiter Hans-Jürgen Fischer, Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh und Wolfgang Asche, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse. Die wichtigsten Aussagen im Überblick:


Ulrich Konschak (Renndirektor): „Wir haben mit über 500 Sportlern auf allen Distanzen insgesamt einen neuen Rekord in der Voranmeldung zu verzeichnen. Erfahrungsgemäß melden sich am Wochenende noch einige Athleten an, sodass wir in diesem Jahr hoffen die 600 Teilnehmer Marke zu knacken. Große Zuwächse gibt es für den ICAN am Sonntag. Nachdem wir im letzten Jahr 180 Starter hatten, liegen wir mit über 225 Meldungen, Tendenz weiter steigend, nun schon deutlich darüber.“


Katja Konschak (Vorjahressiegerin): „Natürlich würde ich gern wieder gewinnen. Mit den Konkurrentinnen habe ich mich bisher aber noch gar nicht wirklich auseinandergesetzt und werde mich etwas überraschen lassen. Meine Grundeinstellung ist immer die selbe, auch wenn sie nicht immer aufgeht: Wer mich bis zur Hälfte der Radstrecke überholt hat, ist potenziell bei einem guten Tag im Laufen wieder einholbar.“


Markus Liebelt (Vorjahressieger): „Bei mir lief die Saison alles andere als optimal und konnte bisher nur einen Wettkampf absolvieren, deshalb gehe ich ohne großen Druck ins Rennen. Ich möchte trotzdem unbedingt starten, versuchen Vollgas zu geben und dann werden wir sehen, für welche Platzierung es reicht. Wie gut ich drauf bin, kann ich selbst nur schwer einschätzen, da man von den Trainingsleistungen nur schwer auf den Wettkampf schließen kann und mir bisher die nötigen Standortbestimmungen fehlen.“


Peter Seidel (Vorjahres-Dritter): „Ziel ist es trotz der Konkurrenz auf jeden Fall wieder das Podium zu erreichen. Natürlich würde ich aber gern in meiner Heimatstadt mal gewinnen, vielleicht klappt es schon in diesem Jahr. Nachdem ich im Vorjahr im Radfahren noch Zeit auf die Spitze verloren habe, konnte ich mich hier in dieser Saison weiter steigern und muss mich vor den anderen Profis auch nicht mehr verstecken.“


Dr. Klaus Zeh (Oberbürgermeister): „Ich freue mich besonders, dass sich der ICAN-Triathlon inzwischen so etabliert hat und erneut stattfindet. Wir wollen Sportstadt sein, haben die Boxer als Deutsche Meister und die Champions League Handballerinnen des Thüringer HC, genauso gehört aber auch der Triathlonsport dazu. Wir sind stolz, dass der Wettkampf in Nordhausen ist und eben nicht München, Leipzig oder Hamburg. Es ist für die Stadt ein riesiger Gewinn. Mit der Bereitstellung der nötigen Rahmenbedingungen wollen wir die Veranstaltung weiter unterstützen.“

Pressekonferenz ICAN Nordhausen 2015
2015-07-26 Katja Konschak Vierte in Frankreich

Nach Platz drei in der Vorwoche landete die Nordhäuser Profi-Triathletin Katja Konschak auch beim 5150-Rennen in Marseille trotz starker Konkurrenz eine Topplatzierung. Über die Olympische Distanz von 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen wurde die 37-Jährige Vierte. Gut in Schuss präsentierten sich auch Peter Seidel und Stephan Knopf, die über verschiedene Strecken beim Leipziger Triathlon am Kulkwitzer See jeweils den fünften Rang erreichten.

Die 5150-Rennserie wurde von der World Triathlon Corporation, bisher vor allem als Ausrichter der Ironman-Serie bekannt, 2011 ins Leben gerufen und machte am Sonntag Station in Marseille (Frankreich). Getreu dem Motto „Wettkampf ist das beste Training“ nutzte Katja Konschak in der zweiten Woche ihres Frankreich-Aufenthalts die Gelegenheit, um in einem stark besetzten Starterfeld weiter an ihrer Form zu arbeiten. Vor allem das Schwimmen, die Spezialdisziplin Konschaks, entwickelte sich aufgrund des hohen Wellengangs diesmal schon zum ersten Härtetest. „Es war trotz eines guten Gefühls nur mittelmäßig, da ich auf dem Rückweg aufgrund des hohen Wellengangs keine Boje gesehen habe“, erzählt Konschak. Trotzdem erreichte sie als Zweite die erste Wechselzone und stieg auf selber Position liegend aufs Rad. Hier wurde sie zwar bergauf von der späteren Siegerin Jeanne Collonge überholt, konnte in der Ebene dafür den Rückstand konstant halten. Als Dritte zeitgleich mit der viertplatzierten Australierin Sarah Lester ging es dann auf die Laufstrecke: „ Ich habe alles gegeben, aber noch reicht es nicht für die ganz schnellen Laufsplits - doch es wird mit jedem Wettkampf besser.“ Rechtzeitig zum nächsten Höhepunkt, dem ICAN Nordhausen am 16. August, kann die Titelverteidigerin nach ihrer krankheitsbedingten Pause ansteigende Form nachweisen. Als letzten Test absolviert sie am kommenden Wochenende genau wie Ehemann Ulrich noch den Triathlon hinauf zum legendären Tour de France-Berg Alpe d´Huez.

Ähnlich gut in Schuss präsentierte sich beim Leipziger Triathlon mit Peter Seidel der zweite Profi-Triathlet in den Reihen des Orthim Triathlon Teams. Ebenfalls über die Olympische Distanz startend beendete er das Schwimmen als Vierter nur 20 Sekunden hinter der Spitze um Per Bittner, der noch vor zwei Wochen den vierten Platz bei der Challenge Roth erreichte. Wie schon in der Vorwoche in der Regionalliga in Havelberg zeigte sich Seidel auf dem Rad in guter Verfassung und fuhr bis auf Rang drei nach vorne. Auch wenn er die Podestplatzierung beim abschließenden zehn Kilometer Lauf nicht halten konnte und zwei Athleten passieren lassen musste, zeigt beim letztjährigen Dritten des ICAN Nordhausen die Formkurve vor dem Heimrennen nach oben. „Zuletzt in Havelberg mit Platz drei und diesmal in Leipzig mit Rang fünf konnte ich mich wieder steigern und Selbstvertrauen tanken. Beim ICAN möchte ich wieder das Podest angreifen“, blickt Seidel voraus.

Ebenfalls in Leipzig startete Stephan Knopf. Über die Sprintdistanz von 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer und fünf Kilometer Laufen erreichte der Arterner genau wie Seidel über die längere Strecke den fünften Platz. Dabei lieferte der Laufspezialist nach dem Schwimmen wie so oft eine starke Aufholjagd. Aus dem hinteren Mittelfeld nach der Auftaktdisziplin schob er sich auf dem Radabschnitt auf Rang 15 nach vorne. Durch die schnellste Laufzeit aller 450 Athleten erreichte Knopf noch die Top fünf. „Zwar kann ich die Schwimmleistung aus dem Training im Wettkampf noch nicht ganz umsetzen, dafür klappt es auf dem Rad und im Lauf mittlerweile gut“, freut sich der Nordhäuser Regionalliga-Starter.

Johann Reinhardt

2015-07-19 Nordhäuser Regionalliga-Team erkämpft sechsten Platz

Trotz des kurzfristigen krankheitsbedingten Ausfalls von Profi-Triathlet Markus Liebelt erkämpfte das Nordhäuser Orthim Triathlon Team im dritten Regionalliga-Rennen im sachsen-anhaltinischen Havelberg den sechsten Platz. Angeführt vom drittplatzierten Mannschaftskapitän Peter Seidel überzeugten auf der Olympischen Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 44 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Laufen) auch Sören Lontke (27.), Dennis Morgenstern (31.) und Stephan Knopf (38.). Im Vergleich zur Vorwoche über die kürzere Sprintdistanz in Grimma steigerten sich die drei erstgenannten deutlich. „Man merkt dass uns als Langdistanzathleten die längeren Strecken mehr entgegenkommen. Aufgrund des Fehlens zweier Leistungsträger haben wir heute das Optimum herausgeholt“, erklärt Seidel. Auch der kurzfristig eingesprungene Laufspezialist Stephan Knopf sorgte mit seinem Abschneiden für das letztlich gute Mannschaftsergebnis und verbesserte seine Vorjahreszeit in Havelberg um acht Minuten.

Dem Nordhäuser Profi-Triathlet Peter Seidel gelang in seinem dritten und letzten Regionalliga-Rennen in diesem Jahr, im September startet er beim Ironman Wales, erstmals der Sprung aufs Podium. Nachdem er als Siebter das Schwimmen beendete, fuhr er schon auf der ersten der vier Radrunden auf Platz zwei nach vorne und hielt diesen bis zum zweiten Wechsel. „Vor allem auf dem Rad war die Form heute gut. Das Training der letzten Wochen hat sich ausgezahlt“, so Seidel. Erst auf den letzten Laufkilometern wurde der Rolandstädter noch auf Rang drei verdrängt.
Auch für Sören Lontke sah es lange nach einer Top 15-Platzierung aus. Nach einem guten Schwimmen fuhr er auf dem Rad mit der siebtschnellsten Zeit weiter nach vorne und büßte erst auf der Laufstrecke aufgrund von Achillessehnenproblemen Zeit ein.
Bei nur noch einem ausstehenden Wettkampf am 12. September in Cottbus schoben sich die Südharzer ebenfalls in der Tabelle nach vorn und liegen als Sechste wieder im Vorderfeld der Liga.

Neben dem Regionalliga-Team griffen mit Ulrich und Katja Konschak zwei weitere Nordhäuser am Wochenende in das Wettkampfgeschehen ein. Beim Triathlon im französischen Val de Gray erkämpfte Ulrich über die Mitteldistanz (1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren, 21 Kilometer Laufen) am Samstag einen starken siebten Platz. „Ich konnte in allen drei Disziplinen mein Potential abrufen. Die Konkurrenz war sehr stark, was die Platzierung noch wertvoller macht“, bilanziert der Mediziner. Platzierungstechnisch noch bessere lief es am Sonntag über die Olympische Distanz für Ehefrau Katja. Nach einem Zeckenbiss, Antibiotikum und mehreren Wochen reduzierten Training feierte die Apothekerin ihr Wettkampf-Comeback und musste sich in einem stark besetzten Feld als Dritte nur Parys Edwards (Großbritannien) und Emma Bilham (Schweiz) geschlagen geben: „Der Trend zeigt eindeutig nach oben, auch wenn das Laufen noch nicht wieder auf dem alten Niveau ist.“ Schon am kommenden Wochenende bestreitet die zweifache Mutter beim Triathlon 5150 in Marseille ihr nächstes Rennen.

Johann Reinhardt

2015-07-12 Orthim-Team in Grimma
Beim zweiten Regionalliga-Rennen im sächsischen Grimma gab es am Ende Gesamt-Platz sieben für unser Orthim-Team. Bester Starter über die Sprintdistanz im Rahmen des Muldental-Triathlons war Ulrich Konschak als Elfter gefolgt von Peter Seidel (16.). Das Quartett vervollständigten Dennis Morgenstern (38.) und Sören Lontke (40.).
2015-07-01 Nordhäuser Triathleten im Wettkampf

Das Nordhäuser Triathlon-Team belegte im ersten Regionalliga-Rennen im Rahmen des Erfurt-Triathlons am Stausee Hohenfelden einen guten 5. Platz in der Gesamtwertung.

Über die Olympische Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Laufen) überzeugten vor allem Profi-Triathlet Peter Seidel und Ulrich Konschak. Peter zeigte ein konstant gutes Rennen und erreichte am Ende den fünften Platz. Ulrich kämpfte sich in seiner Paradedisziplin Laufen Platz um Platz nach vorne und belohnte sich mit dem achten Platz. „Am Ende hat zwei Wochen nach dem Erfolg in Moritzburg vielleicht die Endschnelligkeit gefehlt. Trotzdem war es eine gute Leistung, die Form stimmt“.

Das Teamergebnis, für die Tageswertung zählen die vier besten Athleten einer jeder Mannschaft, vervollständigten Dennis Morgenstern als 31. und der kurzfristig eingesprungene Nicky Ehrlich auf Platz 52. Somit feierte er ein erfolgreiches Regionalliga-Debüt im Team der Nordhäuser Triathleten nach drei Jahren Pause.

Bei der Jugend ging Leon Kupfer an den Start. Trotz der übermächtigen Konkurenz aus Weimar zeigte er Durchhaltevermögen und erreichte ein persönlich zufriedenstellendes Ergebnis.


Auch am Wochenende gingen im bayrischen Chieming beim Chiemsee-Triathlon einige unserer Triathleten an den Start. Für Markus Liebelt war es der erste Start nach mehrmonatiger Verletzungspause und für Rene Liesegang war es der erste Triathlon über die Olympische Distanz. Nach gerade mal drei Wochen mit etwas Lauftraining erkämpfte sich Markus “nur” Platz 5, aber trotzdem ein großer Erfolg für ihn. Schmerzenfrei absolvierte er sein Rennen und hatte endlich wieder Spaß am Sport. Rene finishte sein erstes Rennen in respektablen 2:56:08.


Nach 11:53:44 finisht Sören Lontke vom ORTHIM Triathlon Team in Nizza seinen ersten Ironman nach großem Kampf. Nach hervorragenden Leistungen im Schwimmen und Radfahren biß er sich beim Marathon trotz einiger Probleme durch.


Johann Reinhardt

2015-06-25 Triathleten streben zum Regionalliga-Auftakt Top-5-Platzierung an

Im Rahmen des 29. Erfurt-Triathlons startet das Nordhäuser Orthim Triathlon Team am Samstag in seine dritte Regionalliga-Saison. Nach den Plätzen neun (2013) und sechs (2014) streben die Rolandstädter, die mit Peter Seidel und Markus Liebelt zwei Profi-Triathleten in ihren Reihen haben, in diesem Jahr die Top fünf an. „Wir wollen uns Jahr für Jahr steigern und uns im Vergleich zur Vorsaison weiter verbessern“, kündigt Team-Leader Ulrich Konschak an.

Doch nicht nur in der thüringischen Landeshauptstadt sind die Nordhäuser am Wochenende unterwegs, denn mit Markus Liebelt am Chiemsee und Sören Lontke im französischen Nizza kämpfen zwei weitere Orthim-Athleten um Topplatzierungen.

Eine Premiere in der Regionalliga feiert am Samstag der Wettkampf am Stausee Hohenfelden bei Erfurt. Der Triathlon zählt zu den ältesten und renommiertesten Veranstaltungen Ostdeutschlands. Die Auftaktveranstaltung der Saison 2015 wird als Einzelwettkampf über die klassische Olympische Distanz von 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen ausgetragen. Dabei werden die Plätze der besten vier Athleten eines jeden Teams addiert, es gewinnt die Mannschaft mit der geringsten Platzziffer.

Für das Orthim Triathlon Team starten im ersten Regionalliga-Rennen neben Profi-Triathlet Peter Seidel auch Dennis Morgenstern und Moritzburg-Sieger Ulrich Konschak. Komplettiert wird das Team durch Nicky Ehrlich, der bereits vor drei Jahren in der Landesliga für die Nordhäuser startete und in diesem Jahr wieder in das Wettkampfgeschehen zurückkehrt. „Wir sind sehr froh mit Nicky unseren Kader weiter verstärken zu können“, erklärt Konschak und ergänzt: „Unser Ziel als Mannschaft sind die Top fünf. In der Einzelwertung wollen wir zwei Athleten unter den Top Ten platzieren.“

Neben Erfurt ist die Triathlon-Regionalliga in diesem Jahr noch in Grimma (12. Juli), Havelberg (18. Juli) und Cottbus (12. September) zu Gast. Mit Mannschaften aus Dresden, Berlin, Potsdam oder Leipzig wartet auch diesmal zahlreiche Konkurrenz auf die Nordhäuser.

Doch nicht nur zum Regionalliga-Start kämpfen die Athleten des Orthim Triathlon Team am Wochenende um Topplatzierungen.

Profi-Triathlet Markus Liebelt feiert am bayrischen Chiemsee nach einer mehrmonatigen Verletzungspause sein Saisondebüt. Die dortige Olympische Distanz soll für den Neu-Nordhäuser vor allem als erste Standortbestimmung dienen. „Im Schwimmen bin ich schon wieder gut in Form. Im Radfahren und Laufen musste ich allerdings länger pausieren und bin erst seit vier Wochen wieder im Training“, so Liebelt. „Nun gilt es vor allem darum das Renngefühl wieder zu finden.“ Ziel des gebürtigen Sachsen ist es, spätestens zum ICAN Nordhausen am 16. August wieder in Topform zu sein.

Neben Liebelt fehlt dem Regionalliga-Team mit Sören Lontke am Wochenende ein weiterer Leistungsträger. Der Student nimmt den Ironman France in Nizza in Angriff und strebt bei seiner überhaupt ersten Langdistanz (3,8km-180km-42,195km) direkt eine Zeit von unter 9:20 Stunden an. „Mein Ziel ist es auch in meiner Altersklasse um die vorderen Ränge mitzukämpfen und mich dort für den Ironman Hawaii im Oktober zu qualifizieren“, kündigt Lontke an. Nach dem Nordhäuser Triathlon-Ehepaar Katja- und Ulrich Konschak wäre Sören Lontke der dritte Südharzer, der die Reise nach Kailua-Kona antreten und an der berühmt-berüchtigten Ironman-Weltmeisterschaft teilnehmen würde.

Doch auch in der Regionalliga werden beide in diesem Jahr noch ihre Einsätze bekommen: Lontke bestreitet die drei verbleibenden Rennen, Liebelt verstärkt in Havelberg und Cottbus das Team.

Johann Reinhardt

2015-06-17 Nordhäuser Triathleten feiern europaweite Topplatzierungen

In Dänemark läuft Seidel auf Rang fünf / Konschak mit Premieresieg auf der Langdistanz

Zwar verhinderten Magen-Darm-Probleme auf dem abschließenden Marathon die angestrebte Topplatzierung, trotzdem konnte der Nordhäuser Profi-Triathlet Peter Seidel auf seiner überhaupt erst zweiten Langdistanz bei der Challenge Denmark als Gesamt-Fünfter mehr als zufrieden sein. „Ich wollte das Rennen unbedingt beenden. Ich bin froh es mit der Zeit ins Ziel gebracht zu haben“, erklärt Thüringens schnellster Langdistanz-Triathlet glücklich. Zwar verfehlte er seine Langdistanz-Bestzeit (8:33 Stunden, ICAN Valencia) aus dem Vorjahr knapp, lieferte mit 8:39:30 Stunden aber auch diesmal eine Spitzenzeit ab. Noch besser als Seidel machte es dessen Teamkollege aus dem Orthim Triathlon Team. Knapp 25 Jahre nach seinem ersten Triathlon-Wettkampf gewann Langdistanz-Spezialist Ulrich Konschak den traditionellen Schlosstriathlon im sächsischen Moritzburg und erfüllte sich einen langjährigen Traum.

Lange Zeit sah es für Peter Seidel ganz nach der nächsten Podiumsplatzierung auf der Langdistanz aus. Nachdem er 2014 im spanischen Valencia erstmals die Langdistanz von 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen in Angriff nahm und auf Anhieb gewann, präsentierte er sich auch diesmal von Beginn an in der Spitzengruppe. Das Schwimmen beendete er gemeinsam mit dem Kroaten Marin Koceic als Führender, übernahm auf den ersten Radkilometern sogar die Spitzenposition.   Zwar musste er anschließend den späteren Sieger Chris Fischer und dessen Landsmann Anders Christensen (beide Dänemark) ziehen lassen, fuhr aber gemeinsam mit dem Franzosen Christophe Bastie auf Platz drei dahinter. Als Dritter wechselte der Rolandstädter auf den abschließenden Marathon, musste auf diesem trotz einer guten Vorstellung aber noch zwei Athleten passieren lassen. „Ab Kilometer 150 hatte ich beim Radfahren energetische Probleme und der Druck war weg. Die Kälte und der Regen machten mir zu schaffen. Dies hat sich auch beim Laufen durchgezogen, sodass ich noch einige Pausen einlegen musste“, so Seidel und ergänzt: „Insgesamt hat es mich bestimmt fast zehn Minuten gekostet.“ Trotzdem kann „Big Peter“, wie er von vielen scherzhaft genannt wird, mit seinem zweiten Auftritt auf der Langdistanz zufrieden sein. Für sein Saisonhighlight im September, den Ironman in Wales, sammelte der 25-Jährige wertvolle Erfahrung, zumal dort mit ähnlichen Wetterbedingungen zu rechnen ist. „Vielleicht hat am Samstag die nötige Wettkampfhärte noch gefehlt“, mutmaßt Seidel. Diese will er sich nun durch die anstehenden Regionalliga-Rennen sowie den ICAN Nordhausen Mitte August holen.

Doch nicht nur Profi-Triathlet Peter Seidel war am Samstag im Wettkampfeinsatz. Auch Teamkollege und Leader Ulrich Konschak, einer der weltweit schnellsten Amateursportler, startete gar nicht unweit von der Thüringer Heimat beim Schlosstriathlon im sächsischen Moritzburg und erfüllte sich mit seinem ersten Langdistanz-Sieg überhaupt ein lang ersehntes Ziel. Mit dem Sieg schließt sich ein Kreis für Konschak: Vor ziemlich genau 25 Jahren bestritt der Südharzer in Immelborn seinen ersten Triathlon, vor 20 Jahren unternahm er in Roth seinen ersten missglückten Versuch über die Ironmandistanz. Gleichzeitig war der Erfolg in Moritzburg Konschaks 20. Finish über die Langdistanz. „Es hat sich seit meinen Anfängen einiges verändert, aber meine Liebe zu diesem Sport ist ungebrochen. Ob Material, Teilnehmer oder Berichterstattung – vieles hat sich weiterentwickelt. Es hat einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft“, beschreibt Konschak.

Im Rennen selbst profitierte der zweifache Vater wie so oft in seiner Karriere von seiner Kampfstärke. Nachdem er als Zweiter das Schwimmen beendete, hielt er sich auch beim Radfahren unter den Führenden auf. „Große Teile der Strecke bin ich komplett alleine gefahren, hatte wenige Anhaltspunkte zu anderen Athleten. Für den Kopf ist es extrem anspruchsvoll, die Konzentration über fünf Stunden dauerhaft hochzuhalten“, so Konschak. Nur Radspezialist Enrico Heinowsky erarbeitete sich mit 17 Minuten auf dem Rad ein größeres Polster. Dahinter folgten mit Fabian Neß, Ulrich Konschak, dem Österreicher Armin Artzlinger und Thomas Voigt vier Athleten innerhalb von zwei Minuten. Auf dem abschließenden Marathon, der Spezialdisziplin des 43-Jährigen, schüttelte Konschak schnell seine drei Mitstreiter ab und machte sich auf die Jagd nach Heinowsky. Schon nach 15 Kilometern, nicht mal der Hälfte der Laufstrecke, übernahm der mehrmalige Hawaii-Starter die Spitzenposition und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. In 8:48 Stunden verbesserte Konschak ebenfalls die bisherige Moritzburger „Jagdrevierbestzeit“ Norbert Hubers aus dem Jahr 2009 um sieben Minuten. Zwar verpasste Konschak seine bisherige Langdistanzbestzeit von 8:37 Stunden aus dem Jahr 2010, ist aber trotzdem stolz auf die von ihm gezeigte Leistung: „Die Radstrecke war mit über 1000 Höhenmetern noch anspruchsvoller als in Barcelona. Das wirkt sich auf die Zeit aus. Moritzburg war wohl eines meiner bisher besten Rennen.“

Johann Reinhardt