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2017-09-17 Katja Konschak und Stephan Knopf gewinnen Citylauf Nordhausen

Es war einen sehr temporeicher Lauf über die 9,9km durch die Innenstadt von Nordhausen. Drei Runden vom Bahnhof bis in die Promenade und wieder zurück.

Kein Problem für Katja Konschak. Laufstark und immer unangefochten in Führung, sicherte sie sich mit 6 Minuten Vorsprung einen Start-Ziel-Sieg. Vereinskameradin Margit Gentzel erreichte einen starken siebten Gesamtplatz (1.Platz AK).

Knapp geschlagen und dennoch zufrieden gab sich Markus Liebelt nach dem Zieleinlauf auf dem Silberplatz. Beständig mit an der Spitze des Feldes, war nur der Titelverteidiger aus Sonderhausen noch einen Tick schneller und schaffte dabei sogar noch einen neuen Streckenrekord. In Vorbereitung des nächsten Triathlons in Valencia meldete sich auch Ulrich Konschak am Morgen noch spontan an. Mit seinem vierten Gesamtplatz zeigte er schon mal einen optimalen Trainingsstand.

Das nächste Duell um den Sieg wurde beim 6.6km Lauf ausgetragen. Über das ganze Rennen musste sich Stephan Knopf eines Verfolgers erwehren. Erst kurz vor dem Zieleinlauf gelang es ihm einen Lücke zu reißen und er gewann das Rennen mit knappem Vorsprung.

Über die gleiche Distanz behauptete sich  auch der Youngster im Orthim-Triathlon Team, Tilman Kühne. Mit dem zehnten Platz gesamt und den ersten in seiner Altersklassenwertung sicherte er sich wieder wichtige Punkte im Nordthüringer Laufcup. Der Citylauf ist einer von sieben Läufen in dieser regionalen Rennserie. Den zweiten Platz dieser Altersklasse errang sein Trainingspartner Willy Wackerhagen.

Leon Kupfer war unser bester Läufer auf der 3.3km Strecke. Mit seinem fünften Gesamtplatz zeigte er wieder mal, dass er sein Potential zu nutzen weiß. Weitere vordere Plätze in ihren Altersklassen erreichten bei diesem Lauf Emma Winzler, Laurent Winzler, Georg Höpker, Thilo Kühne, Liam Uwelius und Mario Vollack.

Unser jüngsten Startern war die 1.1km Strecke vorbehalten. Hier wurde Bruno Winzler Erster und Laetitia Konschak Zweite in ihren Altersklassen. Mit ihnen liefen auch Eric Gulden, Noah Schulschenk und Raphael Konschak über diese Distanz. Jeder von ihnen kämpfte wacker um seinen Platz und sammelte dabei wichtige Wettkampferfahrung.

Mario Vollack

Siegerehrung 6.6km Citylauf Nordhausen 2017 - Foto: privat

2017-08-27 Nachwuchs-Triathleten bei Thüringer Meisterschaft erfolgreich

Während Markus Liebelt und Stephan Knopf über die längeren Distanzen im österreichischen Zell am See starteten, war der Nordhäuser Triathlon-Nachwuchs bei den Thüringer Meisterschaften im Rahmen des 31. Erfurt-Triathlons am Strandbad Stotternheim aktiv. Gleichzeitig wurden in der Landeshauptstadt auch die Thüringer Meisterschaften der Schüler und Jugendlichen ausgetragen, sodass jede Altersklasse entsprechend gut besetzt war und es zu spannenden Kämpfen um die Medaillen kam. 
Tilman Kühne, seit diesem Jahr trainiert von Ironman-Triathlet Ulrich Konschak, lieferte eines seiner besten Saisonrennen ab und wurde nach 1:08:30 Stunden hinter dem Jenaer Theo Sonnenberg starker Zweiter in der Jugend A über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen. Nachdem er bereits über die Sprintdistanz des Scheunenhof-Triathlons unter die Top Ten kam, bestätigte er in Erfurt nun seine gute Form. Die Bronzemedaille der Schülerinnen C (0,1-2,5-0,4) ging an Letitia Konschak, die sich bei insgesamt elf Thüringer Starterinnen nur Paulina Bube (Eisenach) und der Geraerin Lena Eichler geschlagen geben musste. Auch Thilo Kühne (18., Schüler A) und Raphael Konschak (9., Schüler D) beendeten ihre Rennen auf vorderen Platzierungen.

Johann Reinhardt

Timan Kühne errang den 2.Platz bei der Thüringer Meisterschaft der Jugend A - Foto: privat

2017-08-27 Nordhäuser Orthim-Triathleten überzeugen in österreichischen Bergen

Sowohl Markus Liebelt als auch Stephan Knopf kehren mit Topresultaten vom Ironman 70.3 Zell am See-Kaprun zurück. Die beiden Athleten des Orthim Triathlon Teams absolvierten die Mitteldistanz von 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen und mussten dabei auf dem Radabschnitt fast 1300 Höhenmeter sowie einen etwa 13 Kilometer langen Anstieg hinauf zum Hochkönig bewältigen.

Liebelt war die Erleichterung im Ziel anzumerken. Nachdem er in der Vorwoche noch den Ironman Schweden aufgrund eines Sturzes auf der Radstrecke vorzeitig beenden musste, lieferte er in Zell am See ein weiteres gutes Ergebnis in einem Weltklasse-Starterfeld ab. Der Profi war von Beginn an unter den Top Ten zu finden und schob sich auf den ersten flacheren 22 Radkilometern auf Platz sechs nach vorne. Zwar verlor der 27-Jährige auch aufgrund seiner Physis im Anstieg einige Plätze und viel bis auf den 12. Rang zurück, arbeitete sich bis zum zweiten Wechsel aber noch mal nach vorne und ging als Achter auf den abschließenden Halbmarathon. Auf dem Laufparcours bestätigte der gebürtige Sachse dann seine starke Form der Vorwochen und ließ noch zwei weitere Athleten hinter sich, sodass er als Sechster in der Zielkanal einbog. „Ich war wahnsinnig erschöpft aber glücklich, dass es vorbei war und ich mit einem ordentlichen Ergebnis belohnt wurde. Ich habe wirklich alles gegeben und das maximale herausgeholt, was für mich an diesem Tag und auf dieser Strecke möglich war. Jetzt freue ich mich auf den deutlich flacheren Ironman 70.3 Rügen in knapp zwei Wochen und den kleinen Abstecher auf die Sprintdistanz in der 2. Bundesliga in Hannover am kommenden Samstag”, so Liebelt anschließend.
Traditionell etwas kontrollierter ging Laufspezialist Stephan Knopf das Rennen an. Aus dem Wasser stieg er im vorderen Mittelfeld der fast 2500 Starter, bevor er anschließend Athlet um Athlet hinter sich ließ und sich durch einen schnellen Halbmarathon von 1:30:23 Stunden noch bis auf den 146. Gesamtplatz verbesserte und 24. seiner Altersklasse wurde. Auch wenn er damit knapp die Qualifikation für die Ironman 70.3-Weltmeisterschaft 2018 in Südafrika verpasste, zeigte sich der Arterner im Nachhinein ebenfalls zufrieden: “
Mit dieser Zeit wäre ich im letzten Jahr Achter geworden und die WM-Quali wäre sicher gewesen, so reichte es leider nicht und ich muss es nochmal probieren. Mein Minimalziel unter fünf Stunden zu bleiben hab ich aber wieder geschafft. Damit bleibt mir als kleiner Trost, weiterhin alle Mitteldistanzen unter der fünf-Stunden-Marke gefinisht zu haben.“

Johann Reinhardt

2017-08-21 Schwarz erwischt erneut den perfekten Tag – Konschak bezwingt stark kämpfende Grassmnan

Dem Bayer Simon Schwarz gelang wie schon im letzten Jahr das perfekte Rennen beim ICAN Nordhausen. Nach 3:54:44 Minuten blieb er zwar knapp eine Minute über den Streckenrekord aus 2016, verwies dafür aber mit fast zehn Minuten Vorsprung Topfavorit Christian Kramer (Bike 24 TriTeam) auf Platz zwei, der nach fünf Siegen beim Scheunenhof-Triathlon von 2008 bis 2012 erstmals in Nordhausen geschlagen wurde. Das Rennen um Rang drei entschied der Kamenzer Sebastian Guhr auf der letzten Laufrunde für sich. Beim Damenrennen ging der Sieg an Lokalmatadorin Katja Konschak (Orthim Triathlon Team). Trotz der krankheitsbedingten Absage von Jenny Schulz hatte diese aber mehr Mühe als ihr eigentlich lieb war, denn die Bonner Bundesliga-Starterin Henriette Grassmann präsentierte sich über weite Strecken als ebenbürtige Gegnerin. Über die kürzere Distanz des ICAN64 (1km Schwimmen, 53km Radfahren, 10km Laufen) gewannen Hannah Deuring und Stephan Knopf. Insgesamt fanden während des gesamten Triathlon-Wochenendes über 600 Triathletinnen und Triathleten den Weg in den Südharz.

Schon das Schwimmen im klaren Sundhäuser See verlief für Simon Schwarz (MRRC München) hervorragend und brachte den hochaufgeschossenen früheren Mittelstreckenläufer in eine hervorragende Ausgangsposition. Nicht mal zwei Minuten hinter dem Spitzentrio um Nils Dehne (Bonn), Marcus Wöllner (Bike24 TriTeam) und dessen Trainingskamerad Christian Kramer ging es auf die wellige Radstrecke in den Vorharz. Dort übernahm zunächst Wöllner die Initiative, setzte sich langsam aber sicher von Alpe d ́Huez-Sieger Kramer, der bereits in drei Wochen beim Ironman Wales startet, ab und baute bis zum zweiten Wechsel sein Polster auf knapp zwei Minuten aus. Doch dann kam die Wackeldisziplin des 28-Jährigen: In den Vorwochen hatte er nämlich sowohl mit Knieproblemen als auch in den letzten Tagen mit einer Rückenblockade zu kämpfen. „Das behinderte mich doch ziemlich stark, ich litt die ganze Laufstrecke über unter Schmerzen“, so Wöllner, der sich trotzdem lange auf Platz drei hielt und am Ende Fünfter wurde.

Von hinten machten von Beginn des Laufens an Christian Kramer und Simon Schwarz druck und vor allem Schwarz war es, der durch ein schneller Angangstempo die Konkurrenz unter Druck setzen wollte. Nicht mal zehn Kilometer benötigte der 27-Jährige, um seinen vierminütigen Rückstand in einen über zweiminütigen Vorsprung umzuwandeln. Bis ins Ziel ließ Schwarz, im Juli absolvierte er in Roth in 8:41 Stunden seine erste Langdistanz, auch nix mehr anbrennen – er ist damit der erste Athlet überhaupt, dem beim ICAN Nordhausen eine Titelverteidigung gelingt. „Das Schwimmen war wirklich super und im Radfahren konnte ich den Abstand halten. Auf dem Halbmarathon habe ich dann schnell versucht, auf die anderen Zeit gut zu machen. Dass ich aber so früh aufschließen und vorbeigehen kann, hätte ich nicht erwartet. Die Laufstrecke liegt mir wirklich gut“, so Schwarz anschließend. Im Kampf um die weiteren Podestplätze spielte Christian Kramer seine ganze und wurde trotz diesmal schlechter Beine ungefährdet Zweiter: „In Wales möchte ich mich natürlich dann noch mal steigern, bekanntlich folgt ja auf eine schlechtere Generalprobe eine gute Premiere. Gegen Simon war leider kein Kraut gewachsen, er ist der verdiente Sieger.“ Spannend wurde das Rennen um Rang drei, indem Sebastian Guhr, Erster des traditionellen Schlosstriathlons in Moritzburg über die Mitteldistanz in diesem Jahr, auf Marcus Wöllner Minute um Minute gut machte und den Leipziger auf der letzten Runde stellte. Auch der „Rirst out of the Water“, Nils Dehne, zog mit der drittschnellsten Laufzeit noch an dem Athleten des mitteldeutschen Pro Triathlon Teams vorbei und wurde Vierter.

Im Damenrennen musste die Frankfurter Profi-Triathletin Jenny Schulz kurzfristig absagen, sodass es nicht zum erwarteten Duell mit Lokalmatadorin Katja Konschak kam. Trotzdem war es zu Beginn nicht die Nordhäuserin, die in ihrem Heimrennen den Ton angab. Die Bundesliga-erfahrene Henriette Grassmann stieg nicht nur als Erste aus dem Wasser, sondern bewies auch auf dem Rad Stehvermögen und wechselte mit knapp vier Minuten Vorsprung auf den abschließenden Lauf. Dabei blieb sie auch cool, als Konschak gegen Ende der ersten Radrunde bereits an ihr vorbeizog und beschleunigte anschließend noch mal, woraufhin die fünffache Hawaii-Starterin abreißen ließ. „Auf dem Rad hat es sich heute sehr schwer angefühlt als ob etwas geschliffen hätte, dafür war das Laufen danach umso besser“, so Konschak. Hier zündete die zweifache Mutter vor heimischem Publikum noch mal den Turbo und zeigte, dass sie nach dem krankheitsbedingten Ausstieg beim Ironman Germany langsam wieder in Tritt kommt. In der dritten der insgesamt vier Laufrunden zog sie an ihrer wacker kämpfenden Kontrahentin vorbei und sicherte sich den vierten Sieg in der fünften Auflage. Einzig Suse Werner gelang es 2015, Konschak in „ihrem Wohnzimmer“ zu bezwingen.

Die Siege beim ICAN 64 gingen an die Hannoveranerin Hannah Deuring und Stephan Knopf aus dem Orthim Triathlon Team. Die Niedersächsin war bereits im Schwimmen Zweite und übernahm auf dem Rad schnell die Führung, die sie bis ins Ziel auch nicht mehr abgab. Das Podest vervollständigten Anja Leuendorff (Berlin) und Aenne Frederike Heins (Buxtehuder SV). Ähnlich gestaltete sich die Herrenkonkurrenz, in der Stephan Knopf als Elfter dem Sundhäuser See entstieg und in der zweiten Teildisziplin die Spitze übernahm und durch die schnellste Laufzeit zementierte. Hinter ihm erreichten Markus Schuhhardt (LAC Eichsfeld) und Sebastian Heinze (TV 1848 Coburg) das Ziel am Nordhäuser Theater.

Die Ergebnisse des Half ICAN Nordhausen 2017 und des ICAN 64 Nordhausen 2017 finden sie unter www.icantriathlonnordhausen.com

Johann Reinhardt

Die Sieger des Half ICAN Nordhausen 2017 - Fotos: Christoph Keil

2017-08-08 Liebelt und Morgenstern mit Spitzenplätzen an der Ostsee

Die Nordhäuser Triathleten kehrten erfolgreich von der Ostsee zurück. Profi-Triathlet Markus Liebelt erreichte erstmals in einem Ironman-Rennen das Podium, während Dennis Morgenstern als Achter beim Ostseeman die anvisierte Top 10-Platzierung einfuhr.
Im polnischen Gydnia galt es für Liebelt über die Mitteldistanz 1,9 Kilometer zu schwimmen, 90 Kilometer Rad zu fahren und 21 Kilometer zu laufen. Den Schwimmabschnitt in der vom Wind aufgewühlten Ostsee beendete der Athlet des Orthim Triathlon Teams in der großen Verfolgergruppe mit rund 1:15 Minuten Rückstand auf die besten Schwimmer und stieg schließlich als 14. auf das Fahrrad.
Auf dem hügeligen und windanfälligen 90 Kilometer langen Radkurs legte der gebürtige Sachse direkt mit hoher Geschwindigkeit los und arbeitete sich Stück für Stück nach vorn. Nach 75 Kilometern schob sich Liebelt auf die dritte Position und wechselte an dieser, mit 20 Sekunden Vorsprung auf den nächsten Athleten, in die Laufschuhe: „Meine Radleistung war richtig gut. Ich fuhr eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 41 km/h und war auf gleichem Kurs sechs Minuten schneller als noch im letzten Jahr.“
Der abschließende Halbmarathon wurde dann zu einer spannenden Angelegenheit. Liebelt machte nach der ersten von drei zu laufenden Runden zwar Zeit auf die beiden Führenden gut, etwas weiter hinten aber rannte Christopher Hettich noch schneller und kam immer näher. „Nach neun Kilometern überholte mich Christopher. Ich versuchte kurz mitzugehen, musste dann aber mein eigenes Tempo weiter laufen. Die Hoffnung auf eine Podiumsplatzierung hatte ich aber nie aufgegeben, da ich deutlich schneller lief als der bis dato zweitplatzierte Schweizer Manuel Küng und ich immer weiter aufholte“, beschreibt Liebelt.
Wenige Kilometer vor dem Ziel übernahm der 27-Jährige wieder den dritten Platz und verteidigte den nach einigen vierten Rängen so sehnlich erhofften Podestplatz bis ins Ziel. Anschließend gab sich Liebelt äußerst zufrieden: „Ich habe alles gegeben und bin sehr glücklich mit meiner Leistung. Das Schwimmen war solide, das Radfahren sehr gut und mit einer Zeit von 1:13:52 Stunden bin ich eine neue persönliche Bestzeit für den Halbmarathon im Triathlon gelaufen. Der Wettkampf hat mit gezeigt, dass ich jetzt, knapp zwei Wochen vor dem Ironman Schweden, in Topform bin.“
Ähnlich erfolgreich lief es für Dennis Morgenstern über die doppelte Streckenlänge beim Ostseeman in Glücksburg an der deutsch-dänischen Grenze. Nachdem er bereits an selber Stelle 2013 Gesamt-Zwölfter wurde, war er dieses Jahr zwar knapp acht Minuten langsamer, verbesserte seine Platzierung aber und erreichte als Achter das Ziel. Dabei fand er alles andere als einfache Bedingungen vor: Das Schwimmen war geprägt durch starken Wellengang und auch die Rad (1100 Höhenmeter)- und Laufstrecke (300 Höhenmeter) waren alles andere als flach. Morgenstern entstieg als 15. der Ostsee, arbeitete sich auf seiner Lieblingsdisziplin auf dem Rad in die Top Ten nach vorne und hielt die Platzierung bis ins Ziel. Auf dem abschließenden Marathon verliefen die ersten 17 Kilometer ohne Probleme, bevor anschließend die im Training zwei Wochen vorher zugezogene Oberschenkelzerrung wieder aufbrach. „Das verhinderte eine noch bessere Zeit. Trotzdem bin ich sehr zufrieden, denn ich konnte wieder unter zehn Stunden bleiben und endlich auch unter die besten zehn kommen“, zog Morgenstern, der im September zum zweiten Mal Vater wird, anschließend ein positives Fazit.
Johann Reinhardt
Auf dem Rad arbeitete sich Orthim Profi-Triathlet Markus Liebelt bis auf den dritten Platz nach vorne - Foto: Ingo Kutsche

2017-08-03 Alpe d’Huez-Sieger Christian Kramer möchte Siegesserie im Südharz fortsetzen

Es war die Meldung der vergangenen Wochen: Der Leipziger Christian Kramer startet beim kleinen Jubiläum des ICAN Nordhausen und kündigt Vorjahressieger Simon Schwarz (München) den Kampf an. Mit dem Sachsen kommt ein alter Bekannter, denn insgesamt gewann er bereits fünfmal den Wettkampf unter dem Label des Scheunenhof-Triathlons. Kramer zählt zur absoluten Weltspitze im Triathlon und wird nach seinem zweiten Platz beim Ironman Austria 2014 in 7:54:31 Stunden in der Bestenliste deutscher Triathleten auf der Langdistanz auf Platz acht geführt. „Natürlich starte ich in Nordhausen um wieder zu gewinnen. Ich freue mich sehr auf meine Rückkehr in den Südharz“, erklärt der in der Rolandstadt noch ungeschlagene Kramer.

Wenn Christian Kramer auf den bisherigen Saisonverlauf zurückblickt, tut er das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Eigentlich wäre er, wie viele seiner Profi-Kollegen auch, gerne zum sechsten Mal in seiner Karriere beim legendären Ironman Hawaii, der Weltmeisterschaft über die Langdistanz, gestartet. In Südafrika erwischte der 33-Jährige Anfang April allerdings einen unglücklichen Tag, hatte im Marathon mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen und musste auf der Laufstrecke aufgeben. „Es war schon vorher klar, dass ich nur auf Hawaii starte, wenn ich mich nicht wieder auf den letzte Drücker dafür qualifiziere und es eine solche Ochsentour wird. Daher habe ich nach Südafrika auch keinen neuen Anlauf in diesem Jahr genommen“, so Kramer. Losgelöst vom Druck die Hawaii-Quali schaffen zu müssen, nutzte der Athlet des TriTeamMitteldeutschland die Gunst der Stunde, um durch einige neue Herausforderungen zurück zu alter Stärke zu finden.

Den Anfang machte ein starker zweiter Platz beim VentouxMan über die Mitteldistanz im Juni, gefolgt vom Sieg beim Olympischen Triathlon in Dresden, wo Kramer unter anderem Marcus Herbst, Per Bittner und Christian Otto bezwang. Das i-Tüpfelchen setzte er durch seinen ersten Platz beim Triathlon hinauf auf den legendären Tour-Berg Alpe d’Huez über 2,2 Kilometer Schwimmen, 118 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer zu Fuß. „Nach einer schwierigeren Zeit in den letzten beiden Jahren, wo mir etwas die Ausreißer nach oben fehlten, geben mir die letzten Ergebnisse wieder Selbstvertrauen. Das Training lief die ganze Zeit über gut, wir haben viel Aufwand betrieben, nur konnte ich es oftmals nicht im Wettkampf umsetzen und zeigen, wie ich es eigentlich wollte“, zeigt sich Kramer glücklich, als erster Deutscher überhaupt den Triathlon Alpe d’Huez gewonnen zu haben.

Ähnlich erfolgreich soll es auch in den kommenden Rennen weitergehen, wobei der zweifache Vater durchaus von seinen angeeigneten Kletterfähigkeiten profitieren kann. In Nordhausen wartet eine anspruchsvolle Laufstrecke auf ihn, bevor drei Wochen später beim Ironman Wales ein ebenfalls mit zahlreichen Höhenmetern gespicktes Profil auf ihn zukommt. In Wales möchte der erfolgreichste Triathlet aus dem mitteldeutschen Raum direkt erste Punkte für die Hawaii-Quali 2018 sammeln. Obwohl es in diesem Jahr nicht mit einem Start auf Kailua-Kona klappt, hat Kramer längst nicht damit abgeschlossen: „Nachdem ich 2013 als 14. das Ziel erreichte, möchte ich auf jeden Fall noch mal in die Top Ten. Selbst mit einem guten Rennen auf Hawaii kann man nur einer von vielen sein. Leider stehen oftmals nur die Erstplatzierten im Fokus – mit Hawaii steht und fällt vieles, z. B. was die Sponsorenfrage angeht.“ Dafür soll es in Wales möglichst ähnlich gut laufen wie in Alpe d’Huez. Nachdem er bereits 2012 dort startete, Dritter wurde und die Gegebenheiten vor Ort kennt, möchte er die Platzierung nun möglichst verbessern.

Für den erneuten Hawaii-Qualifikationszyklus stellt der ICAN in Nordhausen die optimale Vorbereitung dar. Zwar benötigte Kramer auf den Weg hinauf nach Alpe d’Huez sechs Stunden, ist aber bereits wieder in das Training eingestiegen. „Das Grundgefühl ist gut. Was einen beim Ironman immer kaputt macht, ist der Marathon am Ende. Das war es diesmal glücklicherweise nicht“, erklärt der gebürtige Merseburger. In den Südharz reist Christian Kramer mit einem positiven Gefühl und guten Erinnerungen, denn von 2008 bis 2012 war er der Dominator des Scheunenhof-Triathlons, den er insgesamt fünfmal gewann. „Leider hat der ICAN die letzten Jahre nie so richtig in die Planungen gepasst. Ich hatte ihn natürlich aber immer auf dem Schirm, da es ein gut organisierter Wettkampf direkt um die Ecke ist. Nun passt es als Generalprobe vor Wales optimal. Ich bin gespannt auf die neuen Strecken, werde diese im Vorfeld aber auch noch mal besichtigen. Ich freue mich auf die gute Stimmung auf der Laufstrecke und dass, im Vergleich zur alten Strecke beim Radfahren, auch die Vorharzlandschaft integriert wurde.“

Noch ungeschlagen im Südharz möchte der Schützling von Trainer Ben Reszel natürlich auch seine ICAN-Premiere siegreich gestalten. „Ich werde mit Händen und Füßen probieren, meine weiße Weste zu verteidigen“, so Kramer. Respekt hat er trotzdem vor der Leistung von Vorjahressieger Simon Schwarz, auf den er in diesem Jahr trifft: „Ich weiß, dass im letzten Jahr schnell gelaufen wurde. Deshalb will ich nicht das Risiko eingehen und mich auf einen schnellen Lauf verlassen, sondern schon im Schwimmen und Radfahren ein kleines Polster erarbeiten. Es ist nicht meine Wunschvorstellung, gemeinsam mit Simon vom Rad zu steigen, auch wenn es für die Zuschauer sicher spannend wäre.“

Der ICAN Nordhausen feiert am 20. August sein fünfjähriges Jubiläum. Am Tag zuvor werden hunderte Triathletinnen und Triathleten im Rahmen des 15. Scheunenhof-Triathlons über kürzere Distanzen bis hin zum Sprint bereits um Platzierungen und Zeiten kämpfen. Die Anmeldung für beide Wettkampftage ist sowohl unter www.scheunenhof-triathlon.de (Samstag) und www.icantriathlonnordhausen.com (Sonntag) noch möglich.

Johann Reinhardt

2017-06-27 Nordhäuser Triathleten sorgen bundesweit für Furore

Markus Liebelt am bayerischen Chiemsee, Ulrich Konschak und die Nordhäuser Nachwuchstriathleten in Wolfenbüttel und Stephan Knopf in der Hansestadt Uelzen – die Nordthüringer Triathleten errangen auch am vergangenen Wochenende zahlreiche Podestplätze und zeigen, dass passend zu den nächsten Höhepunkten die Form in die richtige Richtung geht.
Zwar als Vierter knapp am Podium vorbei aber trotzdem sehr zufrieden zeigte sich Profi-Triathlet Markus Liebelt. Mit dem frischgebackenen Ironman 70.3-Europameister Michael Raelert, Ironman-Sieger Markus Fachbach oder dem österreichischen Olympiastarter Andreas Giglmayr wartete starke Konkurrenz am Chiemsee vertreten, doch Liebelt setzte über die Mitteldistanz (2 km Schwimmen, 80 km Radfahren, 21 km Laufen) seinen Aufwärtstrend der letzten Wochen fort. Schon das Schwimmen beendete er trotz der mit Wind und Regen schwierigen Bedingungen in der Spitzengruppe. Auch wenn der 27-Jährige auf dem Rad diesmal nicht die besten Beine erwischte, blieb er als Viertplatzierter vor dem abschließenden Halbmarathon in Schlagdistanz zu einer Topplatzierung. Durch die zweitschnellste Laufzeit schob sich der Athlet des Orthim Triathlon Teams noch mal gefährlich nah an den Drittplatzierten Markus Fachbach heran. Auch wenn er wie schon im Kraichgau einen Podestplatz knapp verpasste, zeigte er sich erneut mit einer Leistung zufrieden. „Beim Radfahren hatte ich heute ganz schön zu kämpfen, konnte aber schließlich wieder eine Top-Laufleistung abliefern. Nach ein paar Tagen Regeneration werde ich einen großen Trainingsblock absolvieren und mich voll auf den Ironman Hamburg fokussieren“, blickt Liebelt bereits auf das große Saisonhighlight voraus.
Etwas näher an den heimischen Gefilden war derweil der Nordhäuser Triathlonnachwuchs im Einsatz. Im niedersächsischen Wolfenbüttel startete ein Quartett beim Fuemmelsee Triathlon. Dabei gewann Raphael Konschak das Rennen der Schüler D über 50 Meter Schwimmen, einen Kilometer Radfahren und 200 Meter Laufen. Schwester Laetitia Konschak siegte bei den Schülerinnen C (0,1-2,5-0,4), Laurent Winzler wurde bei den Jungs dieser Altersklasse starker Vierter. Ihren ersten Start über 400 Meter Schwimmen, zehn Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometer Laufen meisterte zudem Emma Winzler und erkämpfte sich im Feld der Schülerinnen A einen starken sechsten Rang. 
Über die für den Langstreckenspezialist ungewohnt kurze Sprintstrecke überzeugte auch Ulrich Konschak und sicherte sich den dritten Gesamt-Platz. Ehefrau Katja Konschak steigt in knapp zwei Wochen wieder in das Wettkampfgeschehen ein. Nach ihrem starken dritten Platz beim Halb-Ironman in Luxemburg kämpft sie dann beim Ironman Germany in Frankfurt um die Hawaii-Qualifikation. 
Während viele der Nordhäuser Triathleten bereits mit Topplatzierungen glänzen konnten, feierte Stephan Knopf in Uelzen sein Saisondebüt. „Von mangelhafter Saisonplanung über die drei Spitzenplatzierungen am Possen, dem Kyffhäuser und im Harztor bis hin zu mehreren Infekten blieb mir in der ersten Jahreshälfte nichts erspart“, erklärt Knopf. Dafür schlug er sich im Sprintrennen (500 – 24 – 5) bereits erstaunlich gut. Nachdem er als 28. das Schwimmen, seine Wackeldisziplin, beendete, schob er sich durch die zweitschnellste Rad- und schnellste Laufzeit noch bis auf den zweiten Gesamtplatz der über 140 Athletinnen und Athleten nach vorne. „Vorab hatte ich mit den Top ten geliebäugelt und wenn auch noch nicht alles rund lief stimmt mich dieser zweite Platz sehr zufrieden und gibt mir vor allem neue Motivation“, zog Knopf anschließend ein positives Fazit.

Johann Reinhardt

 

2017-06-25 Markus Liebelt im Spitzenfeld am Chiemsee erneut auf Platz 4

Der Nordhäuser Profitriathlet Markus Liebelt konnte sich erneut bei einem hochkarätigem Wettkampf behaupten und landete beim Eberl Chiemsee Triathlon auf Platz 4.
Ein hervorragend organisiertes Rennen sowie ein gut gefüllter Preisgeldtopf lockten viele Top Athleten am vergangenen Sonntag an den Chiemsee. Angeführt wurde das Feld vom frisch gebackenen IRONMAN 70.3 Europameister Michael Raelert.
IRONMAN Sieger Markus Fachbach, Olympiastarter Andreas Giglmayr sowie der zweifache Chiemsee-Champion Thomas Steger waren nur einige von vielen weiteren Spitzenathleten.
Das Wetter am Wettkampftag sorgte bei allen Athleten für erschwerte Bedingungen. Pünktlich zum Rennstart setzte starker Wind und anhaltender Regen ein. Das Schwimmen im 24 Grad warmen Chiemsee wurde dadurch zu einer besonders welligen Herausforderung. Liebelt konnte diese Aufgabe jedoch gut meistern, benötigte 26 Minuten für die 2 km lange Schwimmdistanz und stieg in der ersten Gruppe aus dem Wasser. Nur Raelert war bereits 1:20 min voraus. Auf dem 82 km langen Radabschnitt zerfiel die Schwimmgemeinschaft recht schnell. Thomas Steger, der als besonders starker Radfahrer bekannt ist, fuhr voraus und setzte sich etwas ab. Dahinter konnte sich Liebelt zusammen mit Fachbach vom Rest der Verfolger lösen. „Leider hatte ich an diesem Tag keine sehr guten Radbeine, so dass ich Markus Fachbach nach ca. 20 km ziehen lassen musste. Ich konnte im fairen Abstand nicht mehr mit fahren und musste von da an mein eigenes Rennen machen.“
Nach einer Radzeit von etwas mehr als 2 Stunden ging der gebürtige Erzgebirger als 4. mit ca. 2:30 min. Rückstand auf die Plätze 2 und 3 auf den abschließenden 20 km langen Laufpart. Dort schob sich Liebelt wieder Stück für Stück an den dritten Platz heran. Nach einer hervorragenden Laufzeit von 1:12 h trennten ihn schließlich lediglich 53 Sekunden von einer Podiumsplatzierung. Europameister Raelert gewann das Rennen vor Steger, Fachbach landete auf dem dritten Rang. Hinter Liebelt kam der Österreicher Andreas Giglmayr auf dem 5. Platz ins Ziel. „Auch wenn es knapp nicht zum Podium gereicht hat bin ich mit meiner Leistung zufrieden. Beim Radfahren hatte ich heute ganz schön zu kämpfen, konnte aber schließlich wieder eine Top Laufleistung abliefern. Nach ein paar Tagen Regeneration werde ich einen großen Trainingsblock absolvieren und mich voll auf den IRONMAN Hamburg fokussieren.“

M.Liebelt

Zieleinlauf von Markus Liebelt bei Chiemsee-Triathlon 2017 - Foto: Marcel Hilger

2017-06-18 Erfolgreiches Rennwochenende der Nordhäuser Triathleten

Drei Wochen vor dem Ironman Germany in Frankfurt absolvierte die Nordhäuser Profi-Triathletin Katja Konschak (Orthim Triathlon Team) in Luxemburg einen letzten Härtetest. Beim dortigen Ironman 70.3 über die Mitteldistanz von 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen zeigte die Thüringerin, dass im Hinblick auf ihr erstes Saisonhighlight in der Mainmetropole die Formkurve in die richtige Richtung geht. Dennis Morgenstern gab nach überstandener Verletzungspause sein Wettkampf-Comeback und in Jena überzeugte insbesondere der Nordhäuser Triathlon-Nachwuchs und feierte eine Premiere.

Konschak startete in Luxemburg in einem Weltklasse-Feld und traf u.a. auf Corinne Abraham, Europameisterin des Jahres 2014, die mehrmalige britische Ironman-Siegerin und Hawaii-6. Susie Cheetham sowie die starke Belgierin Alexandra Tondeur. Von Beginn an zeigte sich die 38-Jährige dabei an der Spitze. In ihrer Paradedisziplin stieg sie als Führende aus dem Wasser und auch auf dem Rad, ihrer früheren Wackeldisziplin, lief es diesmal vom Start weg rund. Als Dritte erreichte die zweifache Mutter den zweiten Wechsel und verteidigte den Podestplatz durch die zweitschnellste Laufzeit aller Damen bis ins Ziel. Am Ende kam Konschak sogar noch mal gefährlich nah bis auf eine Minute an die Zweitplatzierte Susie Cheetham heran. "Auch wenn es nicht mehr ganz zu Platz zwei gereicht hat, bin ich wirklich zufrieden. Allein die Radzeit war acht Minuten schneller als im Vorjahr. Das gibt noch einmal zusätzliche Motivation für die weitere Vorbereitung auf Frankfurt", so Konschak. Bei der Triathlon-Europameisterschaft, wo sie im Vorjahr als Gesamt-Zweite überzeugen konnte, strebt die mehrmalige Hawaii-Starterin einen Platz unter den besten Fünf an. Das wäre ein wichtiger Schritt für die WM-Qualifikation und einen erneuten Start in Kailua-Kona. Nachdem Ehemann Ulrich bereits seinen Startplatz im Feld der Agegrouper sicher hat, möchte nun auch Katja nachziehen und zum dritten Mal den Sprung in das Elitefeld schaffen.

Im niedersächsischen Peine feierte über die Olympische Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Laufen) Dennis Morgenstern nach überstandener Verletzungspause sein Comeback. Er verdrehte sich im Mai das Knie und musste daraufhin den Ironman Lanzarote absagen. In seinem ersten Saisonrennen wurde er starker Gesamt-Siebter und durfte als Dritter seiner Altersklasse ebenfalls das Podium besteigen. „Das Knie hat die Belastung sehr gut weggesteckt, ich habe keine Schmerzen und Probleme mehr. Die Radform passt und die Laufform kommt auch langsam wieder“, zeigte sich Morgenstern anschließend zufrieden.

Nicht nur in Luxemburg und Peine, auch in den heimischen Gefilden waren die Nordhäuser Triathleten am vergangenen Wochenende aktiv. In Jena machte die 27. Auflage des Paradiestriathlons Station. Mit Nico Pflüger und Leon Kupfer gewannen gleich zwei Athleten in ihrer Altersklasse über die Sprintdistanz von 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen. Auch Claudia Pflüger gelang als Altersklassen-Dritte hier der Sprung auf das Podest. Für Nachwuchsathlet Thilman Kühne gab es derweil noch eine Premiere. Der Schützling von Ironman-Triathlet Ulrich Konschak startete erstmals beim DTU Jugend Cup, bei dem die besten A- und B-Jugendlichen Deutschlands zusammenkamen. Dabei schlug er sich wacker und erzielte im Vergleich mit der deutschen Spitze eine neue persönliche Bestzeit. Im Feld der knapp 60 Athleten reichte es zum 49. Platz, wobei er vor allem nach dem Schwimmen als 36. noch im Mittelfeld platziert war. Im Schülerbereich konnten Finia Wittig (10.), Frieda Herold (15.), Femke Rudolph (9.) und Inara Pflüger (15.) erfolgreich um vordere Platzierungen mitkämpfen.

Johann Reinhardt

Katja Konschak im Ziel beim Ironman 70.3 in Luxemburg - Foto: Rainer Bauerdick

2017-06-15 Liebelt starker Vierter im Kraichgau – Konschak erneut im Einsatz

Nicht nur der Nordhäuser Nachwuchs fuhr am vergangenen Wochenende bei der Lipsiade in Leipzig zwei Siege und insgesamt vier Podestplätze ein. Auch über die längeren Distanzen war das Nordthüringer ORTHIM Triathlon Team am Sonntag im Einsatz und wusste im gesamten Bundesgebiet gegen starke Konkurrenz zu überzeugen.

Ein Quartett um die beiden Profi-Triathleten Katja Konschak und Peter Seidel, Ulrich Konschak sowie Nachwuchshoffnung Tilman Kühne startete am Sonntag auf Einladung des Hauptsponsors Orthim beim 30. Pflüger Triathlon im nordrhein-westfälischen Harsewinkel. Dabei machte es Katja Konschak ihrer Tochter Laetitia gleich, die bereits in Leipzig den Wettkampf ihrer Altersklasse für sich entschied. Nach 4:10:14 Stunden war der Start-Ziel-Sieg der 38-Jährigen über die halbe Ironman-Streckenlänge von 1,9 Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen vollbracht. „Insgesamt war es wieder ein gelungener Formtest. Das Schwimmen war schneller als im Vorjahr, auf dem Rad konnte ich die Leistung wiederholen und der Lauf war zügig aber nicht übermäßig schnell, sodass ich mir ein paar Reserven für die kommenden Aufgaben lassen konnte“, so Konschak anschließend. Die Reserven könnten bereits am Sonntag zum Einsatz kommen, denn dann folgt der letzte Härtetest vor dem Ironman Germany in Frankfurt am 9. Juli. In Luxemburg nimmt sie beim dortigen Ironman 70.3 erneut eine Mitteldistanz in Angriff – im Gegensatz zu Harsewinkel allerdings im Vollgas-Modus: „Ich bin auf den Vergleich zum Vorjahr gespannt. Das Feld ist stark besetzt und ich starte erneut aus dem vollen Training heraus.“

Ebenfalls in den Kampf um eine Topplatzierung griff in Harsewinkel Peter Seidel im Männerrennen ein. Der Sieger des ICAN Nordhausen 2015, auch er möchte in drei Wochen die Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt bestreiten, schrammte als Vierter nur knapp an einem Podestplatz vorbei.

Über die kürzere Olympische Distanz von 1,5 Kilometer Schwimmen im Harsewinkler Freibad, 40 Kilometer Radfahren und abschließenden 10 Kilometer Laufen wurde Ulrich Konschak starker Zweiter. Dabei rollte der Ironman-Spezialist das Feld wie sooft von hinten auf. Nachdem er als Fünfter das Schwimmen beendete, hielt er auf dem Rad die Position und schob sich durch die schnellste Laufzeit aller Teilnehmer noch auf Platz zwei nach vorne. „Drei Wochen nach dem Ironman Lanzarote war ich mir nicht wirklich sicher wo ich momentan stehe. Am Ende lief es überraschend gut“, erklärt Konschak im Ziel.

Das starke Südharzer Abschneiden machte Nachwuchssportler Tilman Kühne perfekt. Nachdem er bereits in Leipzig zwei Tage zuvor gewann, errang er als Gesamt-Sechster im Sprintrennen (0,5-20-5 km) einen weiteren Sieg in seiner Altersklasse.

Etwa 400 Kilometer weiter südlich kämpfte derweil Markus Liebelt im Kraichgau um eine Topplatzierung. Der dortige Ironman 70.3 ist für die Profitriathleten traditionell der erste echte Härtetest im deutschen Raum über die Mitteldistanz. Dies zeigt die Besetzung des Teilnehmerfeldes, denn mit Sebastian Kienle, Markus Fachbach oder dem Niederländer Bas Diederen war wieder die Weltklasse vertreten.

Trotzdem war Liebelt von Anfang an vorne dabei. Selbst für sich etwas überraschend gelang es ihm bereits als Zweiter das Schwimmen zu beenden und aus dem Hardtsee zu steigen – ein erster Fingerzeig, was an diesem Tag möglich sein sollte, denn das Radfahren zählt traditionell zu seinen Lieblingsdisziplinen und auch im Laufen zeigte sich Liebelt in den vergangenen Monaten gut in Schuss.

Zwar konnte er über die 90 Kilometer im „Land der 1000 Hügel“ den zweiten Platz nicht verteidigen, wechselte aber als Vierter auf den abschließenden Halbmarathon und hielt die Position durch einen soliden Lauf mit der drittschnellsten Laufzeit aller Teilnehmer bis ins Ziel. „Leider habe ich es mir bei der enormen Hitze von über 30 Grad nicht noch mal getraut einen Angriff auf das Podium zu starten, konnte aber den Vorsprung auf den Fünftplatzierten Bas Diederen ausbauen. Ich bin dennoch glücklich und stolz auf die erbrachte Leistung. Das motiviert mich weiter hart zu arbeiten, um noch mehr solcher Ergebnisse in dieser Saison zu erzielen“, so der 27-Jährige, dessen Highlight in diesem Jahr der Ironman Hamburg im August ist. Nachdem er im letzten Jahr Fünfter in England wurde, ist das Ergebnis im Kraichgau Liebelts bislang größter Erfolg.

Johann Reinhardt

2017-06-11 Markus Liebelt erzielt bestes IRONMAN 70.3 Resultat

Beim IRONMAN 70.3 Kraichgau, einem von zwei Wettkämpfen der internationalen Rennserie in Deutschland, erreichte der Profitriathlet vom Nordhäuser ORTHIM Triathlon Team bei einer erneuten Hitzeschlacht einen starken 4. Platz. Sieger wurde der mehrmalige Weltmeister auf dieser Distanz, Sebastian Kienle.

Nach seinem Sieg beim LINZTRIATHLON vor zwei Wochen ging der gebürtige Annaberger entsprechend motiviert in das stark besetzte Rennen über 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21 km Laufen. Schon beim Schwimmen im Hardtsee konnte sich Liebelt in der ersten Gruppe behaupten und ging nach einem schnellen Wechsel als Zweiter auf die anspruchsvolle Radstrecke durch das „Land der 1000 Hügel“. Nach 10 km wurde er vom späteren Sieger Kienle überholt. „Auf den darauffolgenden flachen Kilometern konnte ich Sebastian noch ganz gut in Sichtweite halten. Als es zu den ersten Anstiegen ging hatte ich aber keine Chance mehr ihm zu folgen. Das Windschattenfahren ist in unserem Sport ja verboten und es muss immer ein Abstand von mindestens 12 Metern zum Vordermann eingehalten werden.“ Im Anschluss befand sich Liebelt in einer größeren Gruppe mit namenhaften Athleten wie Markus Fachbach und Bas Diederen aus den Niederlanden. „Nach einigen Tempoverschärfungen absolvierte ich schließlich den Großteil der Radstrecke an 4. Stelle und wechselte mit ca. 1:45 min Rückstand auf die Podiumsplatzierung zur letzten Disziplin.“

Hier machten die extremen Wetterbedingungen mit Temperaturen von um die 33 Grad und einem heißen Wind allen Athleten besonders zu schaffen. Liebelt konnte mit den Bedingungen jedoch gut umgehen und mit der drittschnellsten Laufzeit des Tages seinen 4.Platz bis ins Ziel verteidigen. „Leider habe ich es mir bei der enormen Hitze nicht getraut nochmal einen Angriff auf das Podium anzugehen, konnte aber den Vorsprung auf den fünftplatzierten Bas Diederen ausbauen. Ich bin dennoch glücklich und stolz auf die erbrachte Leistung und mein bestes Rennen bisher auf dieser Distanz. Das motiviert mich natürlich weiter hart zu arbeiten, um noch mehr tolle Ergebnisse diese Saison zu erzielen.“ Als nächstes Rennen steht für den in Nordhausen lebenden Profitriathleten der Chiemsee Triathlon am letzten Juni Wochenende auf dem Plan, bevor die intensive Vorbereitung auf den IRONMAN Hamburg beginnt.

M.Liebelt

Zieleinlauf von Markus Liebelt beim IRONMAN 70.3 Kraichgau - Foto: Marcel Hilger

2017-06-09 Erfolgreiche Teilnahme des Triathlon Nachwuchses bei der Lipsiade in Leipzig

Die Nordhäuser Triathleten wurden in den vergangenen Jahren vor allem durch die Starts von Katja und Ulrich Konschak bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii bekannt. Zudem kamen die Profi-Triathleten Peter Seidel und Markus Liebelt hinzu, die durch nationale und internationale Topplatzierungen auf sich aufmerksam machten und die Nordthüringer Rolandstadt immer wieder erfolgreich präsentierten.

Dass neben den arrivierten Senioren aber auch im Kinder- und Jugendbereich etwas entsteht, zeigten die Leistungen bei der Lipsiade am vergangenen Freitag. Insgesamt elf Nordhäuser Nachwuchs-Triathleten nahmen an den offenen Kreisjugendspielen in Leipzig teilen.

Bei den jüngsten Schülern D (Jahrgang 2010/2011) über die Distanz von 50 Meter Schwimmen, einen Kilometer Radfahren und 200 Meter Laufen gelang Raphael Konschak als Dritter direkt der Sprung auf das Podest. Und es sollte erfolgreich weitergehen: Bei den Schülern C (Jg. 2008/2009), sie mussten im Vergleich zu den jüngsten Startern 400 Meter laufen, gewann Laetitia Konschak das Rennen der Mädchen und zeigt, dass das Triathlon-Gen offenbar in der Familie liegt. Ein hier starkes Nordhäuser Abschneiden komplettierten Carla Höpker als Dritte und Lilith Schüler mit Platz vier. Im stark besetzten Feld der Jungen schaffte es Laurent Winzler als Neunter in die Top Ten, Erik Gulden wurde Gesamt-19.

Mit dem Alter stieg auch die Distanz und so mussten die Schüler A bereits 100 Meter Schwimmen, drei Kilometer auf dem Rad zurücklegen und abschließend einen Kilometer Laufen. Mit Emma Winzler (7.) im Mädchen-Feld sowie Georg Höpker (9.), Thilo Kühne (10.) und Bjarne Teihs (13.) in der Konkurrenz der Jungs schafften es auch hier drei Rolandstädter unter die besten Zehn.

Den zweiten Sieg sicherte sich im abschließenden Rennen der Jugend (0,2 – 4,5 – 1 km) in souveräner Manier Tilman Kühne. Nach 16:06 Minuten erreichte er mit fast zwei Minuten Vorsprung auf den Markleeberger Paul-Robert Seitzt das begehrte Ziel als Erster.

„Insgesamt ein tolles Abschneiden unserer Teams, da wächst in Zukunft etwas heran, darauf lässt sich aufbauen“, lobt Ironman-Triathlet Ulrich Konschak, diesmal als Betreuer im Einsatz gewesen, den Nordhäuser Nachwuchs.

Johann Reinhardt

Unser Triathlon Nachwuchs bei der Lipsiade in Leipzig - Foto: Ulrich Konschak

2017-05-27 Nach Regenschlacht folgt Hitzerennen: Markus Liebelt belohnt sich in Linz

Nach dem 17. Platz beim Ironman 70.3 in St. Pölten absolvierte der Nordhäuser Profi-Triathlet Markus Liebelt nur eine Woche danach in der Alpenregion ein weiteres Mitteldistanzrennen. In Linz bewies der Athlet des Nordthüringer ORTHIM Triathlon Teams seine aktuell gute Form: Nach 04:05:34 Stunden erreichte er als Erster das Ziel und sicherte sich den Sieg über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen.

Der Linztriathlon ist mit etwa 1300 Startern eine der größten Triathlonveranstaltungen Österreichs. Da zudem in diesem Jahr die österreichischen Meisterschaften auf der Mitteldistanz ausgetragen wurden, war das Starterfeld entsprechend gut besetzt.

Nach Regen und Kälte in St. Pölten, gab es diesmal das ganze Gegenteil. Pralle Sonne, Temperaturen um die 30 Grad und der relativ spätere Start in der Mittagshitze ließen das Rennen zu einer wahren Hitzeschlacht werden.

Somit war das Schwimmen im 20 Grad warmen Pleschinger See noch der angenehmste Teil des Tages. Beim Massenstart der 450 Teilnehmer kam der 27-Jährige gut weg und konnte sich gemeinsam mit einem Staffelschwimmer und dem slowakischen Olympiateilnehmer Pavel Simko an die Spitze des Feldes setzen. Mit nur wenigen Sekunden Rückstand stieg der Rolandstädter als Dritter aus dem Wasser.

Auf dem Rad passierte Markus Liebelt allerdings gleich zu Beginn ein kleines Missgeschick: Trotz Streckenkenntnis verpasste er die erste Abzweigung und verlor wichtige Sekunden. Zurück auf der Strecke absolvierte er zusammen mit dem starken österreichischen Profi Stefan Hehnwarter die mit über 900 Höhenmetern gespickte, sehr anspruchsvolle Radstrecke. „Wir arbeiteten fair zusammen und fuhren ein hohes Tempo. Simko fuhr an diesem Tag allerdings in einer eigenen Liga“, erklärt Liebelt. Durch einen schnellen Wechsel ging der Sieger des ICAN Nordhausen 2014 als Zweiter auf den abschließenden Halbmarathon, der Abstand nach vorne war mit rund vier Minuten aber schon beträchtlich groß. Trotzdem schlug der gebürtige Sachse von Beginn an ein hohes Tempo an, konnte den Rückstand nach acht Kilometern bereits auf gut eineinhalb Minuten verkürzen und übernahm nach zwölf Kilometern die Führung, welche er bis in das Ziel nicht mehr hergab. „Ich bin auf dem richtigen Weg und die Form ist schon deutlich besser als im letzten Jahr. Auf dem Rad fehlen noch ein paar Einheiten, aber das Laufen klappt super und war in Linz noch nicht am Limit“, so Liebelt, der in seinem nächsten Rennen am 11. Juni beim Ironman 70.3 im Kraichgau unter anderem auf Ironman-Vizeweltmeister Sebastian Kienle trifft.

Johann Reinhardt

Markus Liebelt siegt beim LinzTriathlon 2017 - Foto: Manfred Binder/sportmediapics.com

2017-05-23 Je härter, desto besser: Konschak gelingt Hawaii-Qualifikation

Heiße Temperaturen, Gegenwind und eine bergige Strecke: Für den Nordhäuser Langdistanz-Spezialisten Ulrich Konschak können die Bedingungen gar nicht hart genug sein. „Triathlon, wie man es mag“, freut sich der amtierende Ironman Vize-Weltmeister über die Extreme. Dies bewies er auch beim Ironman Lanzarote vergangenen Samstag, wo er sich mit dem 23. Gesamtplatz und dem Sieg in seiner Altersklasse M45-49 sein Ticket für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii im Oktober diesen Jahres sicherte. Es ist bereits seine siebte Teilnahme in Kailua-Kona.

Für Konschak galt es nicht nur 3,8 Kilometer zu schwimmen, 180 Kilometer Rad zu fahren und 42,195 Kilometer zu laufen – auf der nordöstlichsten der sieben großen Kanarischen Inseln gibt es traditionell auch eine profilierte Radstrecke mit über 2500 Höhenmetern. 
Konschaks Vorteil: Er wusste, was auf ihn zukommt, denn bereits 2010 startete er auf Lanzarote. Damals gewann er in der AK35-39 und wurde 35. im Gesamtklassement. „Mein Ziel war es natürlich das noch mal zu toppen“, so Konschak.

Durch seine Erfahrung mit mehr als 20 absolvierten Langdistanzrennen ließ sich der Rolandstädter auch nicht durch ein schwieriges Schwimmen aus der Bahn werfen. Eine ziemlich enge Startgasse und erhebliches Geprügel auf den ersten 500 Metern: „Deshalb bin ich zu Beginn ganz nach außen geschwommen und habe einen sehr langen Weg auf mich genommen. Die Schwimmzeit ist dadurch natürlich desaströs.“ Zwischenzeitlich lag der Mediziner jenseits des 200. Platzes.

Auch auf dem Radabschnitt brauchte Konschak etwas Zeit, um so richtig in Fahrt zu kommen. „Dann kamen die langen Anstiege. Ab da an ging es richtig gut. Auf den letzten 40 Kilometern, als wir mächtig Gegenwind hatten, konnte ich nochmal viele Plätze gutmachen“, schilderte Konschak.

Als Gesamt-79. mit Tuchfühlung zu den als Ziel gesetzten Podestplätzen in seiner Altersklasse ging es auf den abschließenden Marathon. Die Ausgangsposition war vielversprechend, denn der Nordhäuser zählt traditionell zu den schnellsten Läufern im gesamten Teilnehmerfeld. Konschak lief von Beginn an sehr gleichmäßig und konnte auf den letzten zehn Kilometern bis ins Ziel sogar noch mal etwas beschleunigen. Am Ende waren in der abschließenden Disziplin nur drei Profis schneller: „Möglicherweise war das mein bester Marathon, den ich jemals in einem Ironman gelaufen bin.“  

Während Ulrich Konschak nun bereits die Hawaii-Qualifikation in der Tasche hat, kämpft Ehefrau Katja noch darum, damit der Trip nach Kailua-Kona erneut zur Reise mit der ganzen Familie werden kann. Anders als die Altersklassenathleten müssen sich die Profis in einem komplizierten Punktesystem, dem sogenannten Kona Points Ranking System, qualifizieren. Das nächste Rennen mit einem hohen Stellenwert ist  die Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt im Juli, worauf aktuell das Training der 37-Jährigen ausgerichtet ist. Als ersten Formtest absolvierte die Apothekerin am Sonntag in Gera den traditionellen Powertriathlon. Über die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) feierte die amtierende Deutsche Langdistanz-Meisterin einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg.

Noch nicht optimal lief es hingegen für die anderen beiden Profi-Triathleten in den Reihen des Nordhäuser ORTHIM Triathlon Teams, Peter Seidel und Markus Liebelt, die jeweils über die Mitteldistanz in die diesjährige Triathlon-Saison starteten. 
Nachdem Seidel in Barcelona ein gutes Schwimmen erwischte und mit der zweiten Gruppe auf das Rad stieg, konnte er hier die gute Leistung von vor zwei Wochen aus Jena nicht wiederholen. Am Ende wurde es der 20. Platz bei den Profis. 
Etwas besser erging es Liebelt in St. Pölten als 17. im Elitefeld. Nach einer krankheitsbedingten Pause mit sieben Tagen Antibiotikum im Vorfeld entschied sich der gebürtige Sachse erst wenige Tage vorher zu einem Start. Dabei gab es insbesondere beim Radfahren eine wahre Regenschlacht, die Liebelt fast zum Verhängnis wurde: In einer Kurve rutschte er weg und konnte nur gerade so einen Crash mit einer Mauer vermeiden. Trotzdem kämpfte sich der 27-Jährige ins Ziel und zeigte mit 1:16 Stunden auf dem Halbmarathon, dass die Form in die richtige Richtung geht. Bereits am kommenden Wochenende geht es für den Sieger des ICAN Nordhausen 2014 in der Alpenrepublik weiter, dann startet er beim Linztriathlon und die nächste Chance, weiter vorne zu landen.

Johann Reinhardt

Nach fast zehn Stunden Renndauer erreichte Ulrich Konschak auf Lanzarote das Ziel. Die erfolgreiche Qualifikation für die Weltmeisterschaft auf Hawaii war die Belohnung - Foto: Ingo Kutsche

2017-05-07 Peter Seidel in Jena nur knapp geschlagen

Es sollte ein letzter Härtetest werden, bevor in zwei Wochen am 20./21. Mai endgültig die Triathlon-Saison für die Nordhäuser Aushängeschilder des ORTHIM Triathlon Teams beginnt. Im Rahmen des traditionellen 29. Jenaer Duathlons um den Mazda Cup kam die Thüringer Triathlon-Elite zusammen, um sich zu diesem noch frühen Saisonzeitpunkt miteinander zu messen.

Über die Kurzdistanz von 10 Kilometer Laufen, 40 Kilometer Radfahren und erneuten 5 Kilometern zu Fuß zählten rund um das Ernst-Abbe-Sportfeld auch die Rolandstädter um Profi-Triathlet Peter Seidel und Langdistanz-Spezialist Ulrich Konschak zu den Mitfavoriten. Nur zwei Wochen vor den ersten Saisonhighlights ging es sowohl für Seidel und Konschak darum, einen möglichst konstanten Wettkampf abzuliefern. Beide bewiesen in der Saalestadt, dass eine gute Renneinteilung das A und O ist: Als Sechster mit Tuchfühlung zum Vierten erreichte Seidel den ersten Wechsel, Konschak folgte auf Platz elf.

Auf der abgesperrten Stadtrodaer Straße schlug in der zweiten Teildisziplin die Stunde der Nordhäuser. In unter einer Stunde und damit durchschnittlich in mehr als 40 km/h bewältigte Peter Seidel die 40 Radkilometer und setzte sich mit der zweitschnellsten Radzeit an die Spitze des Feldes. Auch Ulrich Konschak, aktueller Vize-Weltmeister seiner Altersklasse, brachte sich als Neunter in eine gute Ausgangsposition.

Im Kampf um den Sieg musste Seidel am Ende zwar noch den mit ihm gemeinsam wechselnden Christian Altstadt (LTV Erfurt) und Aljoscha Willgosch (Triathlon Jena) den Vortritt lassen, zeigte mit nur 19 Sekunden Rückstand auf Sieger Altstadt aber, dass die Formkurve in die richtige Richtung geht. Auch Altmeister Konschak zündete zum Abschluss noch einmal den Turbo und schob sich bis auf Platz vier nach vorne. „Duathlon ist nicht unbedingt meine Lieblingsdisziplin, aber als kleiner Test für das Material und schnelle Radeinheit zwei Wochen vor dem Ironman Lanzarote kam mir dieser Wettkampf sehr gelegen“, erklärte der Mediziner anschließend.   

Auch für die weiteren Nordhäuser Triathleten gab es gute Resultate. Über die selbe Streckenlänge wurde Nico Plfüger Gesamt-24. und Hans Zwirnmann erreichte das Ziel als 37. Beide sicherten sich damit Platz drei ihrer Altersklasse. 
Im Rennen der jüngsten Schüler D belegte Raphael Konschak den elften Rang, während Laetitia Konschak bei den weiblichen Schülerinnen C als Achte die Top Ten erreichte. Das gute Abschneiden des Nachwuchses machte Inara Pflüger (Schüler B) mit dem zwölften Platz ihrer Altersklasse perfekt.
Auch der Jedermann-Wettkampf (5-20-2,5 km) fand mit Nordhäuser Beteiligung statt: Claudia Pflüger wurde nach 1:22:52 Stunden 13. der Damenkonkurrenz.

Während Ulrich Konschak in zwei Wochen auf der nördlichsten der sieben großen Kanarischen Inseln die diesjährige Hawaii-Qualifikation perfekt machen möchte, startet Seidel beim Ironman 70.3 in Barcelona über die Mitteldistanz (1,9km Schwimmen, 90km Radfahren, 21km Laufen) und misst sich in der spanischen Metropole u.a. mit Hawaii-Sieger Jan Frodeno. Auch für Katja Konschak folgen vor der Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt im Juli die ersten Standortbestimmungen. Parallel zu ihrem Ehemann Ulrich bestreitet sie am 21. Mai den Geraer Powertriathlon.

Johann Reinhardt

Fokussiert die Kontrahenten im Blick schob sich Peter Seidel auf dem Radabschnitt bis an die Spitze nach vorne - Foto: Johann Reinhardt

2017-04-23 Harztorlauf und Darß-Marathon 2017

Streckenrekord, Gesamtsiege und viele Podiumsplätze, sowohl in der Gesamtwertung, als auch in den einzelnen Altersklassenwertungen. Eine sehr gute Bilanz aus Sicht der Triathleten beim diesjährigen Harztorlauf, welcher am gestrigen Sonntag in seiner vierten Ausführung stattfand.

Beim Hauptlauf über die 21km gaben unsere Triathleten von Anfang an den Ton an und dominierten das Rennen. Bei den Männern führte Stephan Knopf lange Zeit das Feld an. Zwischen Ilfeld und Niedersachswerfen übernahm aber dann Ulrich Konschak die Führung und gab sie auch nicht mehr ab. Er überquerte mit neuem Streckenrekord in 1:23:49 als Erster mit erhobenen Armen die Ziellinie. Kurz darauf folgten Stephan Knopf und der Vorjahressieger Peter Seidel. Die drei Podiumsplätze für die Triathleten in Nordhausen. Und damit nicht genug, denn mit Nico Pflüger (AK Platz 2), Sylvester Mackensen (AK Platz 3), Dennis Morgenstern (AK Platz 5), Jens Reinhardt (AK Platz 2), Michael Schorcht (AK Platz 3) und Hans Zwirnmann (AK Platz 3) erreichten alle Vereinsmitglieder Platzierungen unter den ersten 30 Finishern.

Den Doppelerfolg perfekt machte Katja Konschak bei den Damen. Von Anfang an lief sie unter den ersten im Gesamtfeld mit und war für ihre Konkurrenz nicht einzuholen. Nach 1:40:18 durchlief sie als erste Frau den Zielbogen und ein weiteres Mal freute sie sich mit ihren Mann über den Doppelsieg.

Acht Kilometer beträgt die Laufstrecke von Ilfeld nach Niedersachswerfen. Die zweitlängste Distanz beim Harztorlauf. Mit 160 Startern auch sehr gut besetzt. Luise Herbst ist von Anfang an mit vorn dabei und spurtete zum Gesamtsieg in der Damenwertung in 0:38:41. Bei den Männern ein vereinsinternes Duell in der selben Altersklasse zwischen Leon Kupfer und Tilman Kühne. Mit besseren Ausgang für Tilman. Er siegte in seiner Altersklasse mit Platz 14 in der Gesamtwertung. Leon folgte auf dem 2. Platz AK mit nur 17 Sekunden Rückstand. Ebenso bemerkenswert der erste Platz in ihrer Altersklasse von Claudia Pflüger.

Weiter ging es mit dem 2km Lauf. Hier der Gesamtsieg von Finia Wittig und der dritte Platz für Femke Rudolph.. Auf weiteren Plätzen folgten Inara Pflüger, Laetitia Konschak, Bjarne Sander Teihs und Carla Höpker. Jeder für sich kämpfte um seine persönliche Bestleistung und es gelang ihnen, das im Training gezeigte Engagement im Wettkampf umzusetzen.

Zum Abschluss folgte noch der 5km Lauf. Hier eingebunden gleich ein ordentlich bergiger Anstieg kurz nach dem Start. Den galt es kräfteschonend zu bewältigen, damit noch genug Reserven für den Rest des Laufes übrig bleiben. Am besten gelang es Georg Höpker. Als erster unserer Athleten kam er im Ziel an, kurz dahinter folgten Mario Vollack und Thilo Kühne.

Die Organisatoren des Harztorlaufes, ihrer Helfer und Unterstützer boten wieder ein Laufevent, welches in der Region einmalig ist. Belohnt wurde es mit über 750 Starter und vielen Zuschauern. Während die aktiven Sportler auf den Laufstrecken um die besten Plätze kämpften, konnten sich die Zuschauer im Zielbereich die Zeit mit vielen Attraktionen verkürzen. Besonders für die Jüngsten gab es ein reichhaltiges Sport- und Spielangebot.

Auch im Norden war einer unserer Triathleten am gestrigen Sonntag aktiv. Kurz entschlossen nahm Markus Liebelt am Darß-Marathon 2017 teil und gewann ihn in 2:43:39.
Mario Vollack
 
Harztorlauf 2017 - Podest Halbmarathon Männer - Foto: privat

2017-04-02 Unermüdlicher Kampfgeist: Katja Konschak belohnt sich selbst

Es war ein Teilnehmerfeld, das auch hätte bei der Ironman-WM auf Hawaii zu finden sein können. Weltmeisterin Daniela Ryf aus der Schweiz, die Finnin Kaisa Lehtonen, immerhin letztjährige Hawaii-5., oder Julia Gayer aus Deutschland sind nur einige der Namen, die die Reise nach Port Elizabeth (Südafrika) zum dortigen Ironman vergangenen Sonntag antraten. Wo für die Nordhäuser Triathletin Katja Konschak die Reise hingehen würde, war bei den über 30 Profi-Damen im Voraus nur schwer abzuschätzen. „Ich kann mit einem guten Rennen Fünfte werden, es könnte aber auch nur zu Platz zehn reichen“, erklärte die 38-Jährige vor ihrem Start über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen. 
Der Start in den über neunstündigen Renntag lief für die frühere Leistungsschwimmerin ohne Probleme. Als Fünfte stieg sie gemeinsam mit der Spitzengruppe aus dem Wasser und nahm die zweite Teildisziplin in Angriff. Auf dem Radpart galt es, den Abstand auf die Spitze nicht zu groß werden zu lassen, um im Marathon noch um eine Topplatzierung mitkämpfen zu können. Trotz größtenteils nur Indoor-Training auf dem Radergometer in den vergangenen Wintermonaten, zeigte sich die Apothekerin erstaunlich gut in Schuss: Als Achte erreichte sie nur zwei Minuten hinter der Fünftplatzierten Nikki Bartlett den zweiten Wechsel und hielt die gute Ausgangsposition. "Auf dem Gegenwindstück in der ersten der insgesamt zwei Radrunden habe ich etwas zu viel Kraft investiert und bin schneller gefahren als ich eigentlich wollte. Dafür musste ich Ende der zweiten Runde etwas Tribut zollen", sieht Konschak trotzdem noch etwas Verbesserungspotenzial. 
Auf dem abschließenden Laufabschnitt war es so eng wie lange nicht - jede Sekunde zählte. Zwischen Bartlett und der Zehnten Alexandra Tondeur lagen nach zwei Drittel des Rennens lediglich fünf Minuten. Temperaturen von über 30 Grad machten den Athletinnen und Athleten zu schaffen. Ab Kilometer 25 kämpfte die gebürtige Hallenserin mit Krämpfen in den Füßen: "Zwischenzeitlich musste ich deshalb auch anhalten, mich dehnen und gehen." Trotz der Gehpausen lag die amtierende Deutsche Langdistanz-Meisterin acht Kilometer vor dem Ziel aber noch aussichtsreich auf Platz neun und auch die vor ihr liegenden Damen waren weiter in Sichtweite. "Ich habe mir eingeredet, dass acht Kilometer immer machbar sind und noch einmal alle Kräfte mobilisiert. Durch die Wendepunkte wusste ich, dass weiter eine Topplatzierung möglich ist. Das war natürlich motivierend", beschreibt Konschak. Eineinhalb Kilometer vor dem Ziel zog sie dann sowohl an Alexandra Tondeur und Jeanne Collonge vorbei und gab den sechsten Rang bis ins Ziel nicht mehr her. Sogar der Vierten, ihrer Landsfrau Astrid Stienen, kam sie mit nur einer Minute Rückstand noch gefährlich nah: "Letztlich überwiegt aber eindeutig die Freude über den sechsten Platz. Mehr war nicht drin, ich habe wirklich alles gegeben und war am Ende meiner Kräfte." 

Nächster Stop für Katja Konschak ist Frankfurt, die Stätte ihres bislang wohl größten Erfolges. Am 9. Juli startet sie wie schon im Vorjahr erneut bei der Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt (Main) und möchte einen weiteren Schritt in Richtung Hawaii-Qualifikation gehen.

Johann Reinhardt

Katja Konschak beim Ironman Südafrika 2017 - Foto: Ingo Kutsche

2017-03-18 Dreifacherfolg der Nordhäuser Triathleten beim Possenlauf 2017

Trotz der widrigen Wetterbedingungen fanden sich viele Athleten aus unserem Verein zum 2. Lauf des Nordthüringer Laufcups in Sondershausen ein. Das der Possen immer sein eigenes Wetter hat, konnten alle hautnah miterleben. Kühle Temperaturen, leichter Nieselregen und heftiger Wind bereiteten den fast 700 Startern ungewöhnliche Startbedingungen.

Anspruchsvoll war die längst Strecke über 20km aufgrund ihrer langen Anstiege. Stephan Knopf war an diesem Tag am besten dieser Aufgabe gewachsen. Er überquerte nach 1:14:02 als Sieger die Ziellinie und verwies Dauerrivalen Robert Makarinus auf Rang zwei. Nur kurze Zeit später erreichte Katja Konschak nach 1:22:03 das Ziel. Souverän von Anfang an dominierte sie das weibliche Starterfeld und sicherte sich so den Gesamtsieg bei den Frauen. Mit Dennis Morgenstern (Platz 4. AK und 9. Platz gesamt) und Sylvester Mackensen (Platz 2. AK und 17. Platz gesamt) folgten weitere Triathleten aus unserem Verein. Top Platzierungen und ein sehr gelungenes Rennen aus Vereinssicht über den „langen Kanten“.

Auf der 8km Strecke schob sich Ulrich Konschak, nach seinem dritten Platz 2016, von Anfang an an die Spitze und gab sie nicht wieder her. Nach 28:49min überquerte er die Ziellinie und holte damit den angestrebten Sieg. Weitere gute Ergebnisse lieferten Tilman Kühne mit 35:30min (Platz 2. AK) und Leon Kupfer mit 35:38min (Platz 3. AK).

Auf den 4,5km Lauf holte sich Willy Wackerhagen mit 20:15min den 9. Platz (5. AK). Ihn folgte Mario Vollack in 22:11min (Platz 2 AK) und Thilo Kühne in 25:48min (Platz 5 AK).

Auch beim 1,2km Lauf stellten sich unsere jüngeren Sportler der Konkurrenz. Bei ihren ersten Lauf in diesem Rahmen erreichte Isabell Scholz über 1,2km einen beachtlichen 8. Platz in ihrer AK. Mit der gleichen Platzierung in der Altersklasse überquerte Laetitia Konschak und Lilith Schüler auf Platz 9. AK liegend die Ziellinie.

Für die Jüngsten war die 600m Strecke vorbereitet. Hier erreichte Raphael Konschak einen starken ersten Platz in seiner AK.

Mit drei Gesamtsiegen und viele sehr gute Plätzen in den Altersklassenwertungen präsentierten sich die Nordhäuser Triathleten beeindruckend beim 27. Possenlauf. Das lässt für die weitere Saison auf weitere viele gute Platzierungen bei den anstehenden Wettkämpfen hoffen.

Mario Vollack

Start beim Possenlauf 2017 - Foto: privat

2017-02-25 Familien-Akt beim zweiter Nordhäuser Doppel

Katja und Ulrich Konschak vom Nordhäuser ORTHIM Triathlon Team heißen die Sieger über die langen Strecken beim Nordhäuser Doppel. Bei der zweiten Auflage des Swim&Run-Wettbewerbes über 1,6 Kilometer Schwimmen am Freitag und dem 16 Kilometer langen Albert-Kuntz-Lauf am Samstag war gegen die beiden Ausdauerspezialisten kein Kraut gewachsen. Über die kurze Distanz (800 Meter Schwimmen, 8 Kilometer Laufen) konnte der erst 16-jährige Tilman Kühne vom SV Nordhausen 90 seinen Vorsprung verteidigen und in einem spannenden Rennen Vorjahressieger und Vereinskollege Michael Schorcht auf den zweiten Platz verweisen. Bei den Damen siegte die Nordhäuserin Margrit Gentzel. Krankheitsbedingt fehlte mit Profi-Triathlet Markus Liebelt einer der Topfavoriten.

Bereits am Freitag fiel für die knapp 50 Sportlerinnen und Sportler im Nordhäuser Badehaus der Startschuss. Im ersten Teil des Doppels ging es darum, sich eine möglichst gute Ausgangsposition für den Albert-Kuntz-Lauf am darauffolgenden Morgen zu sichern. Aus organisatorischen Gründen schwammen alle Teilnehmer 800m. Unabhängig davon ob sie auf der langen oder kurzen Distanz gemeldet waren. Die Zeiten für die lange Strecke wurden anschließend mal zwei multipliziert.

Die schnellste Zeit schwamm erwartungsgemäß Katja Konschak: 10:18 Minuten benötigte die Schwimmspezialisten, um nach 800m am Beckenrand anzuschlagen. Bei den Herren schwamm sich so Ehemann Ulrich Konschak an die Spitze der Wertung für die lange Distanz. Die engen Abstände ließen allerdings einen spannenden Lauf erwarten, denn Dennis Morgenstern (+ 2 Sekunden) und Hans Zwirnmann (+ 8 Sekunden) lagen nur unwesentlich dahinter zurück in Lauerstellung.

Mit der zweitschnellsten Schwimmzeit aller Teilnehmer und, neben Profi-Triathletin Konschak, der einzigen Zeit unter elf Minuten sicherte sich Nachwuchs-Triathlet Tilman Kühne die zwischenzeitliche Führung über die kurze Distanz, bei denen nach den Schwimmen am Samstag noch der acht Kilometer Lauf folgen sollte. Brisanz war auch hier geboten, denn Vorjahressieger Michael Schorcht besaß im Duell der Generationen einen Abstand von lediglich 14 Sekunden. Bei den Damen sah es hier schon weitaus deutlicher aus. Margrit Gentzel (Südharzer Laufshop) gelang es, ihr Polster auf Alexandra Rieger bereits auf über drei Minuten aufzubauen.

Im zweiten Teil des Doppels, dem 39. Albert-Kuntz-Lauf, hatte Katja Konschak erwartungsgemäß kein Probleme den Sieg nachhause zu fahren. Viel mehr ging es ihr um die Endzeit, denn das Rennen sollte ein wichtiger Gradmesser im Hinblick auf den Ironman Südafrika im April werden. „Nachdem die ersten beiden Runden gut liefen, hatte ich anschließend ein paar Probleme. Dahingehend werde ich noch mal auf Ursachenforschung gehen“, sieht Konschak bis zum ersten großen Triathlon-Highlight in dieser Saison noch Verbesserungspotenzial.

Im Herrenbereich entschied Langstreckenspezialist Ulrich Konschak den Dreikampf für sich und machte den „Family Act“ perfekt. Stephan Knopf, hinter Konschak mit der zweitschnellsten Laufzeit aller Doppel-Teilnehmer, schob sich als Vierter nach dem Schwimmen noch auf Gesamt-Platz zwei nach vorne und verwies Dennis Morgenstern auf Rang drei. „Ich war mir nicht wirklich sicher, wo ich zum jetzigen Stand der Vorbereitung stehe. Im Lauf war ich 20 Sekunden schneller als im Vorjahr, was mich für die weiteren Wochen bis zum Ironman Lanzarote im Mai positiv stimmt“, so Konschak anschließend.

Über die kurze Distanz gab es einen waren Showdown. Tilman Kühne verteidigte letztlich acht Sekunden Vorsprung und sicherte sich den Sieg gefolgt von Michael Schorcht. Kühne wird von Konschak trainiert und zeigt nach seinem ersten Regionalliga-Einsatz im letzten Jahr, dass hinter dem Vize-Weltmeister sowie den Profi-Triathleten Peter Seidel und Markus Liebelt im Nachwuchs etwas heranwächst.

Margrit Gentzel reichte die zweitschnellste Laufzeit um ihre Führung zu verteidigen.

Insgesamt zog Organisator Ulrich Konschak auch vom zweiten Nordhäuser Doppel ein positives Fazit und sicherte bereits die dritte Austragung 2018 zu: „Wir wollen den Swim&Run als Saisoneinstieg für die Multisportler in der Region weiter etablieren. Es gab viel positives Feedback, was uns darin bestätigt, neben ICAN und Scheunenhof-Triathlon im August eine weitere Wettkampfform anzubieten. Es ist toll, mit dem Ausrichter des Albert-Kuntz-Laufes eine solche Kooperation auf die Beine gestellt zu haben.“

Ergebnisse Nordhäuser Doppel
Langdistanz (1,6km Schwimmen, 16km Laufen):
Weiblich: 1. Katja Konschak (Orthim Triathlon Team) 1:23:39 Stunden, 2. Stephanie Hoyer (Südharzer Laufshopteam) 1:45:37, 3. Claudia Pflüger (SV 90 Nordhausen Triathlon) 1:56:45
Männlich: 1. Ulrich Konschak 1:16:34, 2. Stephan Knopf 1:19:03, 3. Dennis Morgenstern 1:23:18 (alle Orthim Triathlon Team)
 
Kurzdistanz (0,8km Schwimmen, 8km Laufen):
Weiblich: 1. Margrit Gentzel (Südharzer Laufshop) 50:26 Minuten, 2. Alexandra Rieger 52:23, 3. Nany Kummer (SVN 90 Triathlon) 58:11
Männlich: 1. Tilman Kühne 40:55, 2. Michael Schorcht 41:03, 3. Leon Kupfer 44:06 (alle SV Nordhausen 90 Triathlon)
 
Schüler- und Jugend:
Schüler A/Jugend B (400m Schwimmen, 2km Laufen):
Jugend B männlich: 1. Hagen Selle (Schwimmverein MHL) 12:16 Minuten
Schüler A weiblich: 1. Finia Wittig 16:01, 2. Frieda Herold (beide SV Nordhausen 90 Triathlon)
Schüler A männlich: 1. Thilo Kühne 15:19, 2. Georg Höpker 15:28, 3. Bjarne Sander Teihs 17:24 (alle SV Nordhausen 90 Triathlon)
 
Schüler B bis Schüler D (50-100m Schwimmen, 600m Laufen):
Schüler B weiblich: 1. Femke Rudolph 5:06 Minuten, 2. Inara-Estell Pflüger (SV 90 Nordhausen Triathlon) 5:40, 3. Lara Elter (Schwimmverein Nordhausen) 6:22
Schüler B männlich: 1. Georg Selle (SVG MHL) 4:53, 2. Liam Noel Uwelius (SV Nordhausen 90 Triathlon) 5:06
Schüler C weiblich: 1. Laetitia Konschak 4:32, 2. Carla Höpker 4:35 (beide SV Nordhausen 90 Triathlon)
Schüler D weiblich: 1. Kira Wittig (SV Nordhausen 90 Triathlon) 5:59, 2. Mira Elter (Schwimmverein Nordhausen) 6:14
Schüler D männlich: 1. Raphael Konschak (SV Nordhausen 90 Triathlon) 6:16

Die Ergebnisliste des "Nordhäuser Doppel" finden Sie hier

Johann Reinhardt

2017-01-30 Solider Saisoneinstand: Konschak 7. in Südafrika

Der Ironman 70.3 South Africa war der erste richtige Härtetest für die Nordhäuser Profi-Triathletin Katja Konschak auf dem Weg zur angestrebten erneuten Hawaii-Qualifikation. Mit dem Ziel der Top fünf ins Rennen gegangen, wurde Konschak über die Mitteldistanz (1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren, 21,1 Kilometer Laufen) letztlich Siebte – doch schon im April kehrt sie nach Südafrika zurück und wird über die doppelte Streckenlänge erneut ihr Glück versuchen. „Dafür konnte ich wichtige Rückschlüsse sammeln an was es noch zu arbeiten gilt“, so Konschak.

 

Man hätte sich durchaus einfachere Wettkämpfe zum Auftakt vorstellen können. Der Wind frischte in Buffalo City ordentlich auf, was nicht nur für ein kräftezehrendes Radfahren sorgte, sondern auch für einen ordentlichen Wellengang. Zudem kam die auf der Laufstrecke ungewohnte Hitze hinzu. In den heimischen Gefilden hatte die Rolandstädterin bislang mit Schnee, Kälte und Glätte zu kämpfen, dort traf sie auf komplette Gegensätze.

Trotzdem startete die frühere Leistungsschwimmerin gewohnt gut. Nach 29:14 Minuten entstieg direkt hinter der zweitplatzierten Britin Susie Cheetham und kurz vor der Polin Zerzyk Agnieszka dem Wasser und wechselte als Dritte auf die zweite Teildisziplin.

Wie die Form auf dem Rad sein würde, war im Vorfeld das größte Fragezeichen der 38-Jährigen. Auf den heimischen Straßen konnte sie das letzte mal im November im Freien fahren, in den vergangenen Wochen stand vor allem Indoortraining auf dem Ergometer auf der Tagesordnung. „Ich habe schon die fehlenden Kilometer gemerkt, die Sitzposition war noch nicht optimal und auch gegen den Wind zu fahren ist natürlich noch mal ein Unterschied. Dadurch habe ich leider mehr Zeit verloren, als vorher erhofft. Das Ergometer ist bei der Ironman-Vorbereitung eben doch kein gleichwertiger Ersatz“, so Konschak. Nach knapp dreieinhalb Stunden ging es für die zweifache Mutter dann auf den abschließenden Halbmarathon. Auch dieser lief in 1:33 Stunden solide, wenngleich es noch nicht die Leistung war, die sie an optimalen Tagen zu leisten im Stande ist: „Ich fühlte mich zu Beginn nicht richtig frisch, die Hitze hat all denen zu schaffen gemacht, die noch keine Trainingslager in wärmeren Regionen absolvierten. Mit dem schwächeren Radfahren habe ich schon gerechnet, im Laufen wäre ich schon gerne ein paar Minuten schneller gewesen. Ich denke aber, dass das in den kommenden zwei Monaten noch besser wird und ich mich steigern kann.“

Am Ende verteidigte Katja Konschak ohne Probleme ihre Position nach dem Radabschnitt und finishte auf Platz sieben – vor allem die Rückschlüsse für das weitere Training im Hinblick auf die erste Langdistanz im April nimmt Konschak mit zurück in den Südharz. Es fehlten noch einige Belastungsspitzen, sodass ein Training unter Wettkampfbedingungen bei der zweiten Austragung des Nordhäuser Doppels am 24./25. Februar sowie weitere Starts bei lokalen Laufveranstaltungen fest eingeplant sind. Auch durch das Trainingslager auf Lanzarote im Februar erhofft sich die amtierende Deutsche Meisterin einen weiteren Schritt nach vorne. „Dadurch dass es dort deutlich wärmer ist als in Deutschland, wird der Fokus dabei sicherlich auf den längeren Einheiten liegen.“

Johann Reinhardt

Katja Konschak auf der Radstrecke - Foto: Christoph Keil

2016-12-31 Nordhäuser Silversterlauf 2016

Bei strahlenden Sonnenschein und frostigen Temperaturen fanden sich auch im diesem Jahr wieder viele Läufer zum traditionellen Silvesterlauf am nördlichen Stadtrand von Nordhausen ein. Die sehr anspruchsvolle Laufrunde mit einem ordentlichen Anstieg forderte die Teilnehmern und wurde, je nach gewählter Distanz, bis zu vier mal durchlaufen.

Viele Triathleten aus unserem Verein reihten sich in das Starterfeld ein und kämpften sich sehr erfolgreich über die gewählten Distanzen.

Auf dem Pokallauf über die 7,2km entwickelte sich ein Duell zwischen Stephan Knopf und Peter Seidel. Lange Zeit lagen beide in Führung und mussten erst kurz vorm Ziel Rene Manthee an sich vorbei ziehen lassen, welcher dann den Gesamtsieg errang. Peter wurde zweiter (AK Platz 1) und Stephan dritter (AK Platz 2) der Gesamtwertung. Ihnen folgten Dennis Morgenstern (AK Platz 3) und Nico Pflüger (AK Platz 1) auf den Rängen vier und fünf. Michael Schorcht (AK Platz 1) auf Platz acht und Tilman Kühne (AK Platz 1) auf Platz elf. Den Vereinserfolg über die lange Distanz rundete Claudia Pflüger mit ihren fünften Platz (AK Platz 3) in der Gesamtwertung der Frauen ab.

Beim Hobbylauf über 3,9km traten Lena Gulden, Willy Wackerhagen und Saeed Marwush an. Lena erreichte Platz elf (AK Platz 5), Willy Platz zwölf (AK Platz 4) und Saeed Platz siebzehn (AK Platz 1) in der Gesamtwertung.

Die jüngsten Triathleten kämpften auf dem Schnupperlauf über 2,3km um die besten Plätze. Bei den Jungen belegte Georg Höpker den fünften (AK Platz 3) und Thilo Kühne den zehnten (AK Platz 6) und bei den Mädchen Inara-Estell Pflüger den zweiten (AK Platz 1) und Carla Höpkerden zehnten Platz (AK Platz 4) in der Gesamtwertung. Erik Gulden und Lilith Schüler erreichten ebenfalls vordere Plätze, aber durch technische Probleme wurden leider die Zeiten nicht erfasst.

Mario Vollack

Nordhäuser Silvesterlauf 2016 - Foto: privat